Kanzlei des Jahres

Freshfields Bruckhaus Deringer

Wäre sie nicht schon ganz oben – dann gehörte der Kanzlei in diesem Jahr der Aufstieg auf das Siegerpodest. Freshfields unterstrich ihren Platz unter den führendendeutschen Kanzleien in beeindruckender Weise. In der Bankenkrise entwickelte sie eine Präsenz, über die Konkurrenten abwechselnd staunten und sich ärgerten. Das Tempo, in dem Anwälte aus den nicht unbedingt verwandten Bereichen des Öffentlichen und EU-Beihilferechts sowie Corporate und der Bankenpraxis ihre Kompetenzen zusammenführten und Gestaltungsmöglichkeiten ausreizten, bleibt ein Meilenstein in der deutschen Rechtsgeschichte.


Wo andere zauderten, mengten die Freshfields-Anwälte kräftig mit – ob bei der Mitgestaltung des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes, des so genannten Enteignungsgesetzes, oder den komplexen Fällen um die Hypo Real Estate oder die HSH Nordbank. Die Herausforderungen des krisenbedingt völlig veränderten Beratungsumfelds waren zugleich ein Lackmustest für die vor zwei Jahren durchgeführte Reorganisation. Freshfields ging mit schlanker Aufstellung in die Krise, und hatte damit auch das nötige Quentchen Glück. Doch das Management hat es aktiv geschafft, die Partner auf eine einheitliche Strategie einzuschwören, ohne sie in ein starres Korsett aus Vorgaben zu zwingen. Fachliche Exzellenz, vor allem aber die weiterhin unternehmerische Einstellung ihrer führenden Anwälte sind das Erfolgsgeheimnis.


Doch spitze in Deutschland zu sein genügt ihr nicht. Gerade die deutschen Partner sind die Architekten einer höchst erfolgreichen internationalen Praxis. Der Frankfurter Partner Dr. Konstantin Mettenheimer ist der einzige Deutsche mit einer vergleichbaren weltweiten Seniorpartner-Position. Großen Anteil an der Internationalisierung haben auch Dr. Frank Montag (Brüssel) und Dr. Andreas Fabritius (Frankfurt). Der angesehene Europarechtler und der erfahrene Corporatespezialist verkörpern beispielhaft die Kombination aus Internationalität und fachlichem Know-how, die auch entscheidende Schnittstellen im Bankenkomplex bildeten.


Häufig besetzten deutsche Freshfields-Anwälte zentrale Rollen in internationalen Teams: bei der internationalen Fusionskontrolle für den Zusammenschluss von Mars und Wrigley, oder – trotz Dealflaute – Auslandsakquisitionen für Unternehmen wie K+S oder E.on, die sie mit amerikanischen und belgischen Anwälten betreuen.