DIE GEWINNER DER JUVE AWARDS 2009

Kanzlei des Jahres für Restrukturierung

Linklaters

Wenn die Restrukturierungsberatung ein Hase-und-Igel-Spiel wäre, könnte das Linklaters-Team mit Recht behaupten: Wir sind schon da! Früher als andere besetzte sie wichtige Schnittstellen zum Insolvenzrecht mit zugkräftigen Partnern aus den Abteilungen Banking und Corporate. Damit schuf sie optimale Voraussetzungen, um auf dem Kamm der Restrukturierungswelle zu schwimmen. Und hat erneut bewiesen, wie gut sie in der Lage ist, relevante Beratungsfelder vorauszudenken und tragfähige Strukturen dafür anzulegen.


Länger als andere Großkanzleien hat Linklaters zudem das klassische Insolvenzrecht hochgehalten. Die Partnerernennung des hier tätigen Dr. Sven Schelo unterstrich den Stellenwert des Gebiets. Ihre Strategie ging auf: Durch die Arbeit von Schelo gemeinsam mit Berliner Öffentlichrechtlern und Frankfurter Bankaufsichtsrechtlern an einem Gesetzentwurf zur Bewältigung von Bankenkrisen war Linklaters in einem Hauptthema des Jahres
in allererster Reihe vertreten.


Auch im Zusammenspiel der internationalen Standorte hat Linklaters eine überzeugende Taktik: Intensiver als etwa einige USKanzlei Wettbewerber setzt die Kanzlei auf eine gleichberechtigte Zusammenarbeit ihrer Büros. So profitieren die deutschen Restrukturierer von der anerkannten Rolle ihrer britischen Kollegen, die beispielsweise PwC als Insolvenzadministrator der Lehman Brothers International vertreten. Dieses äußerst prominentes Londoner Mandat wurde bezüglich der deutschen Niederlassung von Frankfurter Anwälten umfassend betreut.


Der Gewinn von Kolja von Bismarck, der von Clifford Chance kam, wirkt wie eine perfekte Symbiose: Ohne den Gewinn einer solchen Kapazität könnte Linklaters nicht damit rechnen, schnell in der schuldnerseitigen, eher corporate-orientierten Restrukturierungsberatung zu wachsen. Von Bismarck findet im Gegenzug bei Linklaters die Möglichkeit, Sanierungs- und Restrukturierungsberatung umfassend zu betreiben. Vielleicht stimmt die Einschätzung von Wettbewerbern, dass die Kanzlei ihre Position in der Restrukturierungsbranche mehrfach verändert und die eigene Rolle lange gesucht hat. Aber jetzt ist
es an der Zeit hinzuzufügen: Sie hat sie gefunden, und zwar in der Spitzengruppe.