Kanzlei des Jahres für Bank- und Finanzrecht
Freshfields Bruckhaus Deringer
Eine Praxis schnell wie die Feuerwehr: Wo es wichtige Teile des Bankensektors zu retten gab, war Freshfields zur Stelle. Zwar hätten alle Marktteilnehmer durchaus erwartet, dass die Kanzlei in der Bewältigung der Finanzkrise eine wichtige Beraterrolle einnimmt. Eine derartige Dominanz in einem der prägenden Themenkomplexe des Jahres ist ob der harten Konkurrenz an der Marktspitze aber alles andere als selbstverständlich. Dass selbst enge Wettbewerber teils bewundernd, teils verzweifelt feststellten: „Sie waren einfach überall“, unterstreicht ihre Überlegenheit.
Der Erfolg ist das Ergebnis einer in den Vorjahren vorangetriebenen zielgerichteten Vernetzung bank- und finanzrechtlicher mit öffentlich-rechtlicher Erfahrung, die Freshfields in der Wirtschaftskrise denkbar gut gerüstet dastehen lässt. Das Team um den Frankfurter Aufsichtsrechtler Dr. Gunnar Schuster und den Berliner Öffentlichrechtler Dr. Benedikt Wolfers ergriff seine Chance und drückte dem Thema Bankenrettungen seinen Stempel auf. Ob
im außergewöhnlich komplexen Fall der Hypo Real Estate, bei der BayernLB, dem Einstieg des Bundes bei der Commerzbank – das Team war in fast allen bedeutenden Mandaten des vergangenen Jahres entscheidend beteiligt.
Dabei betrat die Praxis regelmäßig rechtliches Neuland, etwa bei der ersten staatlich garantierten Anleihe für die Commerzbank, vor allem aber auch beim Finanzmarktstabilisierungsgesetz (FMStG) und dem sogenannten Enteignungsgesetz, die Freshfields wesentlich mitgestaltete. Dass sie mit exzellenten Kontakten zum Bundesfinanzministerium bzw. dem SoFFin und gleichzeitig auch zu zahlreichen Banken glänzte, unterstreicht, wie gefragt sie war. Trotz der Kritik von Wettbewerbern wegen möglicher Interessenskonflikte – Mandanten bescheinigten Freshfields einen tadellosen Umgang mit dem Thema.
Auch abseits der Bankenrettungen zeigte sich die breit aufgestellte Praxis äußerst stark, Anwälte wie der auf strukturierte Produkte spezialisierte Andreas Bartsch beeindruckten selbst Mandanten der Gegenseite durch „effektive, lösungsorientierte Arbeit.“ Im Equity-Kapitalmarktrecht hat Freshfields in Rick van Aerssen einen bereits hoch anerkannten jungen Partner, der auch durch den Ausbau der Münchner Praxis noch visibler wurde. Mandanten ziehen ihn ebenso wie Altmeister Dr. Andreas König gerne dann hinzu, „wenn es richtig schwierig wird.“