Kanzlei des Jahres für Dispute Resolution

White & Case

Wer mitten in der Finanzkrise die mit rund 1,8 Mrd. Euro größte Kreditportfolio-Transaktion in 2008 meistert, hat entweder stahlharte Nerven – oder kann sich wie White & Case auf eine nie dagewesen enge Zusammenarbeit ihrer Prozess- und Gesellschaftsrechtler verlassen. Sie analysierten Risiken im Vorfeld der Transaktion und schalteten sie aus – lange bevor es zu einem Konflikt für ihre Mandantin kommen konnte. Mit dieser engen Teamarbeit ist die Kanzlei nun Lichtjahre entfernt von dem standortbezogenen Denken früherer Jahre – endlich ziehen alle an einem Strang.


Der Erfolg ist die logische Konsequenz der zielstrebig umgesetzten Strategie hin zu nahtloser Aufstellung über Fachbereiche und Büros hinweg. Ein großes Verdienst auch des Berliner Partners Christian Wirth, der sich als idealer Steuermann für den neuen Kurs erwies: Heute ist an nahezu jedem Standort die richtige Mischung aus erfahrenen Prozessrechtlern und einer ambitionierten jüngeren Partnergeneration aktiv.


Der frische Wind zieht auch hochkarätige Quereinsteiger an: Allein die Mitte 2008 von Nörr gekommene Schiedsexpertin Dr. Patricia Nacimiento sorgte für eine erhebliche qualitative Steigerung der Mandate: Die Begleitung eines großen Projektentwicklers im aktuellen Boombereich Investitionsschutz gegen einen osteuropäischen Staat ist nur eines von vielen Highlights ihrer Praxis. Die deutschen Büros weisen nun spürbar mehr internationale Schiedsrichtermandate vor – und haben damit unübersehbar den Zugang zum globalen Netzwerk gefunden.


Zum kanzleiinternen Kompetenzzentrum für gesellschaftsrechtliche Streitigkeiten ist zudem Frankfurt geworden – insbesondere weil hier mit Dr. Lutz Krämer in 2007 und jüngst Dr. Alexander Kiefner namhafte Aktienrechtler von Freshfields das Team verstärkten. Versierte Prozessrechtler sind voll des Lobes: „Das Team bringt hervorragende Leistungen, die man neidlos anerkennen muss.“ Obendrein war die Praxis deutlich präsenter bei Hauptversammlungen, vor allem im M-Dax-Segment. Doch am Ziel ist sie damit noch nicht angelangt. Gelingt es etwa, die enge Verzahnung von gesellschaftsrechtlicher und haftungsrechtlicher Expertise rund um das Thema Organhaftung noch bekannter zu machen, kann White & Case noch weiter vorne mitspielen.