Spenden 2009

KÖLNER FREIWILLIGEN AGENTUR (2009)

Die Kölner Freiwilligen Agentur fördert ehrenamtliches Engagement.

Gegründet 1997, vermittelt und schult die Kölner Freiwilligen Agentur e.V. Ehrenamtliche für die Arbeit in gemeinnützigen Projekten. Kern ihrer Tätigkeit ist die Vermittlung:                                                                         Menschen, die sich freiwillig und ehrenamtlich engagieren möchten, werden beraten und vermittelt. Mehr als 400 Einrichtungen, die ehrenamtliche Hilfe benötigen, sind in der Datenbank der 1997 gegründeten Agentur
erfasst. 

Darüber hinaus wird das Angebot für ehrenamtliches Engagement um
eigene Projekte der Freiwilligen Agentur erweitert wie das Projekt DUO, das
seit 2006 in Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Deutschland
angeboten wird. Im Mittelpunkt steht die Ausbildung und Vermittlung
Ehrenamtlicher für die stundenweise Betreuung demenzkranker Menschen.

In Deutschland leben mehr als eine Million Menschen mit Demenzerkrankung. Diese in der Familie zu pflegen erfordert ein hohes Maß an Zuwendung, Geduld und Verständnis für die Krankheit und stellt
für die Familien eine große Herausforderung dar. Die Kölner Freiwilligenagentur bereitet interessierte Ehrenamtliche in umfangreichen Fort- und Weiterbildungen darauf vor, stundenweise
demenzkranke Menschen zu betreuen und auf diese Weise deren Familien zu entlasten. 2009 entlasteten so bereits 81 Ehrenamtliche 99 Familien. Allerdings sind die personellen Kapazitäten der Agentur, die benötigt werden, um neue Ehrenamtliche zu finden, zu vermitteln und um die aufwendigen Schulungen zu organisieren und durchzuführen, begrenzt. Hier werden die im Rahmen der JUVE Awards gesammelten Spendengelder für die Sicherung und den Ausbau des Angebots eingesetzt.

Feste und längerfristige Engagements vermittelt die Agentur seit 2006 auch in Form des Kölner Freiwilligendienstes: Ehrenamtliche bringen sich darüber für sechs bis zwölf Monate 20 bis 40 Stunden wöchentlich in einer gemeinnützigen Einrichtung ein. Allein 2008 leisteten 38 durch die Agentur vermittelte Freiwillige insgesamt 23.510 Stunden freiwilliger Arbeit. In einigen Fällen haben Teilnehmer am Freiwilligendienst nicht nur wertvolle Erfahrungen gewonnen, sondern durch ihr freiwilliges Engagement sogar den Weg zurück ins Arbeitsleben gefunden.

Unter den Freiwilligen finden sich auch nicht nur Erwachsene. Sehr häufig sind es Jugendliche, die nach dem Schulabschluss berufliche Orientierung und erste praktische Arbeitserfahrungen suchen oder ihre
Chance auf einen Ausbildungsplatz erhöhen möchten. Sie haben in der
Agentur eine Anlaufstelle, ebenso wie Arbeitslose, die sich sinnvoll
engagieren möchten, oder Senioren, die ihre Erfahrungen zur Verfügung
stellen wollen. Die Freiwilligen erhalten eine Aufwandsentschädigung
von 150 Euro im Monat und arbeiten an ganz unterschiedlichen Stellen,
wie Jugendzentren, dem Bundesverband Information und Beratung für
NS-Verfolgte, Rehakliniken oder in der Altenbetreuung. Um die
Vermittlungszahlen im Freiwilligendienst steigern zu können und für die
entsprechende Öffentlichkeitsarbeit werden ebenfalls Gelder benötigt, die durch die Spendengelder nun bereitgestellt werden können.

Weitere Informationen unter www.koeln-freiwillig.de

SCHOOL FOR LIFE (2009)

Die School for Life bietet Zukunftschancen durch Bildung

Im Norden von Thailand zwischen Chiang Mai und der Grenze zu Myanmar (Burma) leben diverse ethnische Gruppen – neben Thais u.a. Akha, Lisu, Lahu, Hmong, Karen und burmesische Flüchtlinge – mit ganz unterschiedlichen Sprachen, oft ohne Staatsbürgerschaft und vielfach extrem verarmt. Nur ein Teil ihrer Kinder besucht eine Schule.

Zu den Kernproblemen der Region zählen neben Armut eine große Arbeitslosigkeit, der Drogenhandel in der Grenzregion zu Myanmar, die Zerstörung der natürlichen Waldbestände durch Brandrodung sowie die Verbreitung von Korruption und Prostitution. Zudem hat Aids in den Dörfern viele Waisen hinterlassen. Andere Kinder sind von flüchtenden Angehörigen zurückgelassen worden. Kinderarbeit und Kinderhandel sind weit verbreitet. Das Gebiet war einer der Hauptschauplätze des 'Drogenkrieges' der Regierung Thaksin, bei dem etwa 2500 Menschen getötet wurden.

Zahlreiche Kinder in dieser Region sind ganz oder weitgehend auf
sich allein gestellt und waren oft sehr früh in ihrem Leben
traumatischen Erlebnissen ausgesetzt. Sie haben kaum oder gar
keinen Zugang zu Bildung und sprechen oft nicht einmal die
Landessprache Thai. Viele versuchen durch Kinderarbeit, Betteln,
Stehlen oder Prostitution zu überleben.

Einige dieser Kinder haben Glück und finden in der School for Life, auf einem Farmgelände in in der Nähe von Chiang Mai, ein neues Zuhause. Dieses Schulprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, den Kindern zu helfen und ihnen psychosoziale Betreuung und eine gute schulische berufsorientierte Ausbildung zu bieten. Das pädagogische Konzept der Schule, das von der Internationalen Akademie für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie an der Freien Universität Berlin begleitet wird, legt neben der schulischen Bildung besonderen Wert auf die Ideen der "Social Entrepreneurship" und der "Community Education". Damit sollen die Kinder zu sozial und ökologisch verantwortlichem Handeln angeleitet werden und helfen, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Gemeinwesens zu leisten.

Bereits jetzt bezieht die Schule auch die Dörfer in der Umgebung in die Projekte ein: Die School for Life schafft beispielsweise Arbeitsplätze für Menschen aus der Umgebung, bei Farm- und Bauarbeiten sowie bei der Kinderbetreuung. Im Rahmen von Community Education werden auch die Erwachsenen in Projekte einbezogen, bei denen es um lokale Schlüsselprobleme wie Recycling oder organische Landwirtschaft geht.

Die School for Life bietet bereits 30 Personen aus der Umgebung
Arbeitsplätze in den Betrieben auf dem Gelände, bei Farm- und
Bauarbeiten sowie der Kinderbetreuung. Die Weiterentwicklung der eigenen Betriebe auf dem Gelände dient neben der Schaffung von Arbeitsplätzen gleich mehreren Zielen: Erwirtschaftete Einnahmen können den gemeinnützigen schulischen Zwecken zugeführt werden und tragen zur wirtschaftlichen Sicherung der School for Life bei. Gleichzeitig dienen die Eigenbetriebe den Schülern als Werkstätten, in denen sie praktisches Wissen erlangen und eigene Projekte in die Tat umsetzen können.

Mit dem Erwerb eines 2,8 Hektar großen Stücks Land, das mit den im Rahmen der JUVE Awards gesammelten Spendengeldern unterstützt wird, werden diese Ziele nun weiter vorangebracht. Der Landkauf wird den Anbau von Nahrungsmitteln für den Eigenbedarf ermöglichen und somit eine größere Unabhängigkeit von den steigenden Weltmarktpreisen gewährleisten. Darüber hinaus werden mit den Spendengeldern weitere Projekte, wie der Bau von Unterkünften für Lehrer und Betreuer gefördert.

2003 gegründet, ist die School for Life seit 2006 eine vom thailändischen Staat anerkannte Private Social Welfare School. 140 Kinder aus von Armut und Gewalt geprägten Verhältnissen leben hier, werden therapeutisch betreut und erhalten eine fundierte Schulbildung. Zur School for Life gehören ein Kindergarten, eine Primary School (Klassenstufen 1–6) und eine Junior High School (Klassenstufen 7–9). Die bisherigen Erfolge: 2008 haben sieben Jugendliche die Schule beendet, von denen fünf nun eine weiterführende Schule besuchen oder eine Ausbildung begonnen haben. 2010 werden es bereits zwölf Schüler sein, die die 9. Klasse beenden, von denen acht eine weiterführende Schule besuchen möchten.

Weitere Informationen unter www.school-for-life.org