Spenden 2017

Hospiz-Verein Erftstadt e.V.

Hospiz- und Trauerarbeit für Erwachsene, Kinder- und Jugendliche und deren Angehörige

Seit 1996 begleitet der Hospiz-Verein Erftstadt e.V. schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Bezugspersonen in vertrauter häuslicher Umgebung. Dies meint zum einen das eigene Zuhause, zum anderen stationäre Institutionen, wie z.B. Wohn- und Pflegeeinrichtungen für alte Menschen oder Menschen mit Behinderungen, stationäre Hospize oder Palliativstationen in Krankenhäusern.

Neben den vier festangestellten Koordinatorinnen stellen sich rund 50 geschulte ehrenamtliche Begleiter dieser Aufgabe. Ziel der ambulanten Hospizarbeit ist es, schwerkranke und sterbende Menschen, ihre Angehörigen und Freunde zu beraten und zu unterstützen. Diese Begleitung beinhaltet regelmäßige Besuche und persönliche Gespräche, Hilfe bei der Organisation des Alltags, Unterstützung bei Behördenangelegenheiten, Kinderbetreuung, Vermittlung von professioneller Beratung und die Entlastung der Angehörigen. Der Hospiz-Verein bietet seine Unterstützung kostenfrei, überkonfessionell und unabhängig von Herkunft und Nationalität an.

Kinder- und Jugendhospizdienst

Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst des Hospiz-Vereins Erftstadt begleitet seit 2008 Familien mit erkrankten Kindern und Jugendlichen. Ab dem Zeitpunkt der Diagnosestellung bietet er Begleitung, Entlastung im Alltag und Gesprächsangebote durch geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter und informiert und berät zu sozialrechtlichen und krankheitsbedingten Fragestellungen. Geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter tragen dazu bei, den erkrankten Kindern  und Jugendlichen eine möglichst hohe Lebensqualität zu ermöglichen sowie die letzte Lebenszeit würdevoll und erfüllt zu gestalten. Gleichzeitig unterstützen sie Eltern, Geschwisterkinder und weitere Angehörige.
Aktuell liegt der Fokus auf der zu verstärkenden Beratung und Begleitung von Familien in akut belastenden Lebenssituationen wie z.B. Krebserkrankungen in der Familie oder Suizid. Hier möchte der Hospiz-Verein zukünftig eine Unterstützungsmöglichkeit auch für Jugendliche schaffen.

Trauerbegleitung

Trauernde Menschen haben ebenfalls die Möglichkeit, sich an den Hospiz-Verein Erftstadt e.V. zu wenden. Das Leben in Deutschland ist häufig auf Lebensfreude und Erfolg ausgerichtet, sodass Trauernde oft alleine sind mit ihren Gefühlen und dem Einfinden in die neue Lebensphase. Den nötigen Raum und ein wenig Zeit, um sich dem Verlust und der damit verbundenen Lebenskrise zu widmen, aber auch die Möglichkeit in Kontakt zu treten mit ebenfalls betroffenen Menschen bietet der Hospiz-Verein Erftstadt.

Eine Einzelbegleitung ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Trauer. In den Trauergruppen profitieren die Trauernden nicht nur von den kompetenten und einfühlsamen Gruppenleitern, sondern auch von dem Zusammentreffen mit gleichermaßen betroffenen Menschen. Die Trauergesprächsreihe findet einmal im Jahr auf sechs bis acht Abende verteilt statt, zusätzlich gibt es alle zwei Wochen ein Gesprächscafé für Trauernde.

Der Hospiz-Verein hat sich zudem zur Aufgabe gemacht, die Öffentlichkeit für das Thema Sterben und Tod zu sensibilisieren. Geplant sind Veranstaltungen für Angehörige wie z.B. ein Informationscafé mit Schulungen die der Vorbereitung, Stärkung und Entlastung diesen sollen.

Mit den Spendengeldern der JUVE Awards 2017 sollen die Schulungen der ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter sowie darauf aufbauende Fortbildungen finanziert werden. Insbesondere in der Sterbebegleitung werden weitere ehrenamtliche Helfer gesucht, deren kostspielige Ausbildung der Verein nur mit Hilfe von Spenden finanzieren kann.

 

Sahel e.V.

Begleitung und Unterstützung auf dem Weg in ein selbstständiges Leben

Mariam ist 23 Jahre alt. Nach dem Tod ihres Vaters arbeitete ihre Mutter als Friseurin, um die Familie ernähren zu können, heiratete einige Jahre später erneut und bekam zwei weitere Mädchen. Nach der Trennung von dem neuen Mann zog die Familie in eine Mietwohnung. Ihre Mutter wurde krank und konnte oft nicht arbeiten, sodass die Familie teilweise ohne Einkommen zurechtkommen musste. In dieser schwierigen Situation hat sich Mariam im Jahr 2007, im Alter von 14 Jahren, an die AMPO (Association managré nooma pour la protection des orphelins) gewandt und um Hilfe gebeten. Nur dadurch konnte sie weiter zur Schule gehen und sogar studieren. Seit zwei Jahren studiert sie Jura und hofft, ihr Studium nächstes Jahr erfolgreich beenden zu können.

Der Sahel e.V. ist eine gemeinnützige Organisation, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Einrichtungen und Projekte der AMPO ausschließlich und nachhaltig zu finanzieren, zu sichern und bedürftigen jungen Menschen, Kindern und Jugendlichen im westafrikanischen Staat Burkina Faso eine Lebensperspektive zu geben. AMPO umfasst zahlreiche Einrichtungen und Projekte in verschiedenen Bereichen, die nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ arbeiten. Bildung und Aufklärung sind das zentrale Ziel, um Menschen langfristig ein selbstbestimmtes Leben in ihrem eigenen Land zu ermöglichen.

Schul- und Ausbildungskosten müssen in Burkina Faso von den Familien eigenständig getragen werden. Da dies aufgrund der hohen Armutsquote ein großer Teil der Eltern nicht aufbringen kann, ist die Analphabetenquote mit über 70 Prozent entsprechend hoch. Fast die Hälfte aller Kinder geht nicht zur Schule.

Die Kinder, die die Schule bis zur mittleren Reife oder bis zum Abitur besuchen konnten, setzen ihre berufliche Ausbildung in der Regel an einer weiteren Schule fort. Aber es gibt in Burkina Faso keine anerkannten betrieblichen Ausbildungen. Der Besuch einer solchen Schule kostet 500 bis 700 Euro pro Jahr. Ein Betrag, der für die meisten Familien absolut unerschwinglich ist.

Ausbildungsförderung

Das Projekt der Ausbildungsförderung, das mit den Spendengeldern der JUVE Awards 2017 gefördert werden soll, hat das Ziel, den Jugendlichen eine fundierte Berufsausbildung zu ermöglichen. Das Ausbildungsprogramm begleitet die ehemaligen Bewohner der Waisenhäuser von AMPO so lange, bis sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben und selbstständig für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Die Jugendlichen werden bei der Wahl der Ausbildungszweige begleitet. Ausbildungsfortschritte werden regelmäßig überprüft, ebenso die häuslichen Verhältnisse der Studenten und Auszubildenden. Für die Ausbildungsbetreuung sind die Leiter der Waisenhäuser und deren Erzieher verantwortlich. Sie haben die Kinder bereits in der Vergangenheit begleitet und betreut, kennen deren Hintergrund und Charakterstärken.

Besonders begabten Jugendlichen bietet AMPO auch die Möglichkeit, ein Studium zu absolvieren. Es gibt sowohl staatliche als auch private Universitäten, an denen sich die Schützlinge, z.B. für ein Studium der Rechtswissenschaften, einschreiben können.

 

Weitere Beispiele für Ausbildungspatenschaften der AMPO:

Adjaratou

Cynthia

Hassane

Salamata

Sophie