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AZUR AWARD 2010 REFERENDARIAT UND PRAKTIKUM

azur Award 2010 Referendariat und Praktikum

Entscheidend für die Wahl ist die dynamische Entwicklung, die der Arbeitgeber im Vergleich zum Vorjahr bei der Förderung von Referendaren und Praktikanten gemacht hat. Die azur-Redaktion schaut in dieser Kategorie besonders auf folgende Aspekte:

- Wie führt der Arbeitgeber junge Juristen ans Berufsleben heran?

- Wie stark engagiert er sich durch die Nachwuchsförderung für den Berufsstand der Juristen?

- Wie umfangreich und international ist die Ausbildung?

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HypoVereinsbank AG – Unicredit Group

Der Wettlauf um talentierte Nachwuchsjuristen ist härter geworden, seit Arbeitgeber Praktika und die Ausbildung von Referendaren nicht mehr als bloße Pflichterfüllung, sondern als Teil ihrer Personalgewinnung betrachten. Die HypoVereinsbank, seit 2005 Teil der europäischen Großbank UniCredit Group, beweist seit Jahren ein gutes Händchen bei der Auswahl ihrer Referendare. Denn überdurchschnittlich viele steigen nach der Ausbildungsstation als Syndizi bei der HVB ein.

Damit das so bleibt, investiert die Großbank derzeit wie kaum ein anderes deutsches Unternehmen und nur wenige Kanzleien in ihr Referendarprogramm. Der jüngste Coup der HVB: Im vergangenen Herbst ist sie eine Kooperation mit der internationalen Großkanzlei Linklaters eingegangen. Referendare können ihre Station splitten und einen Teil bei der HVB und den anderen in einem deutschen Linklaters-Büros absolvieren – eine in dieser Form in Deutschland bislang wohl einmalige Zusammenarbeit zwischen einem Unternehmen und einer Kanzlei. Das Programm ist für Referendare in mehrfacher Hinsicht interessant: Im Rahmen der Stage lernen sie zwei potenzielle Arbeitgeber kennen. Sie sparen sich zudem aufwendige Doppelbewerbungen und können in ihrem Lebenslauf gleich zwei Top-Adressen vorweisen – obendrein zwei im Bank- und Finanzrecht sehr renommierte Arbeitgeber.

Kein Schmoren im Backoffice, sondern anspruchsvolle Arbeit mit Praxisbezug – so lesen sich die Erfahrungsberichte ehemaliger HVB-Referendare. HVB-Juristen sind interne Rechtsberater für alle
operativen Bankeinheiten; die Arbeit der Referendare verspricht daher viel Abwechslung, auch weil die HVB im Regelfall während der Stage zwei ihrer aktuell zwölf Dezernate zuteilt, um einen hohen Lerneffekt zu erzielen. Jeder Referendar ist zudem fest einem Mentor zugeordnet, hat daneben aber auch in jedem Team einen Ansprechpartner. Regelmäßige Rückmeldungen über die Arbeitsleistung sind so garantiert. Mehr Arbeit als gewöhnlich machen sich die HVB-Juristen am Ende einer Stage, wenn sie ihren Referendaren – und auch ihren Praktikanten – sehr detaillierte Arbeitszeugnisse ausstellen, die für spätere Bewerbungen von Vorteil sind.

Als Teil der UniCredit Group setzt die HVB besonders talentierte Referendare auch international ein. Im M&A-Referat können sie beispielsweise Syndizi bei grenzüberschreitenden Transkationen unterstützen – um vergleichbare Ausbildungsangebote müssen sie sich bei anderen Arbeitgebern direkt im Ausland bemühen.