Nach der Krise –
neue Fragen fordern die Kanzleien heraus

Der Anwaltsmarkt zwischen Strukturwandel und Nachhaltigkeit

Erst die Krise, dann die Post-Krise. Konkrete Fälle aus Korruption, Kartellen, Vorstandsklagen, D&O-Versicherung, Iran- und Syrien-Embargos – was früher Ausnahmefälle im Geschäftsalltag waren, beschäftigt 2011 Vorstände und Geschäftsführer dauerhaft.

Bei dem Solarunternehmen Conergy und der BayernLB zeigte sich das in diesem Jahr ganz öffentlich. Die Unternehmen, vertreten durch den Aufsichtsrat beziehungsweise den Verwaltungsrat, haben zuletzt gegen ihre früheren Vorstände zivilrechtliche Schadensersatzklagen erhoben. In beiden Fällen geht es um Forderungen in dreistelliger Millionenhöhe.

Die verantwortlichen Top-Manager, so die Begründung, hätten riskante Geschäfte getätigt und dem Unternehmen dadurch Schaden zugefügt. Bei Conergy geht es unter anderem um den Abschluss von Lieferverträgen, bei der BayernLB um die Fehlinvestition in den Kauf der Hypo Alpe Adria.

Die Beispiele stehen für eine Entwicklung, die im Zuge der Aufarbeitung der Wirtschafts- und Finanzkrise immer stärker an Fahrt gewinnt. Wo es nicht zur Klageerhebung kommt, laufen Verhandlungen über eine mögliche außergerichtliche Einigung hinter den Kulissen ab. Unternehmensentscheidungen werden auch deshalb auf den Prüfstand gestellt, weil zugleich die Pflichten der Aufsichtsräte mittlerweile schärfer formuliert werden.

Lesen Sie hier mehr über die Herausforderungen im Anwaltsmarkt

Seiten: 12345