SZA SCHILLING ZUTT & ANSCHÜTZ

Bewertung: Quer durch alle Praxisbereiche nutzt SZA neu entstehende Beratungsmöglichkeiten für unabhängige Spitzenkanzleien, so etwa in den Bereichen Corporate-Litigation u. Corporate Governance. Sie ist zudem sehr gut platziert, um von dem Trend zu profitieren, dass auch Konzerne zunehmend Sozietäten in den Blick nehmen, die hochklassige Beratung kostengünstiger als Großkanzleien anbieten können. SZA zeichnet sich dabei durch prägende Einzelakteure in ihren Kernsegmenten aus, etwa im Gesellschaftsrecht, in der Führungskräfteberatung, im Kartellrecht u. bei Nachfolgethemen. In jedem dieser Bereiche treten inzwischen aber auch jüngere Spezialisten mit eigenen Schwerpunkten nach u. nach in den Vordergrund. Verbunden mit wohlüberlegter externer Verstärkung hat die Kanzlei zudem eine leistungsfähige grenzüberschreitende Mid-Cap-M&A-Praxis in Frankfurt aufgebaut u. seit 2 Jahren eine sich erfolgreich entwickelnde Insolvenzpraxis in Mannheim. Die Ergänzung um eine Kapitalmarktpraxis in Frankfurt um Markus Pfüller (kam Mitte 2015 von Clifford Chance) hatte seinerzeit manche verblüfft, da ein sinnvolles Geschäftsmodell nicht auf Anhieb zu erkennen war. Doch die Mandatierung durch VW wegen drohender Anlegerklagen im Dieselskandal zeigte, für welche Art von Mandaten man sich mit dem Zugang aufgestellt hatte. Das VW-Mandat ist noch aus einem weiteren Grund signifikant: Es belegt, dass bedeutend mehr Teamwork zwischen den Praxisgruppen u. Standorten besteht, als viele gerade den exponierten Persönlichkeiten zutrauen.
Inzwischen zeigt sich auch immer deutlicher, wie sinnvoll die Eröffnung eines Brüsseler Büros vor 3 Jahren war: Inzwischen sitzt dort der größere Teil der anerkannten Kartellrechtspraxis, die v.a. bei Kartellschadensersatzfällen gut positioniert ist u. damit mittelfristig kaum über mangelnde Auslastung zu klagen haben dürfte.
Die Erweiterung der Partnerriege ging derweil weiter: Das Steuerrechtsteam wurde durch Dr. Peter Bauschatz verstärkt, der einen soliden Großkanzleihintergrund hat, während im Sommer 2016 weitere Anwälte von Clifford Chance kamen: Dr. Dietrich Stiller bietet Debt-Finance-Expertise sowie breitgefächerte Kontakte im asiatischen Raum, die bestens zur Frankfurter M&A-Praxis passen.
Besondere Stärken: ?Gesellsch.recht.
Anwälte in Deutschland: 69
Internat. Einbindung: Unabhängige dt. Kanzlei mit guten Kontakten zu führenden ausl. Kanzleien, v.a. in Europa u. in den USA.
Entwicklung: SZA scheint mit Leichtigkeit erfahrene Seiteneinsteiger mit internat. Großkanzleierfahrung für sich gewinnen u. eingliedern zu können. Und der Akquisecoup bei VW lässt viel Gutes für die Zukunft erwarten. Doch das allein wird die Kanzlei nicht für alle Zeit florieren lassen. Eine stärkere Marktpräsenz der jüngeren Generation auch, aber nicht nur, im Corporate-Bereich wird entscheidend für die künftige Entwicklung der Kanzlei sein. Sie wird es beispielsweise sein, die in der Verantwortung steht, den schwächer als das Gesellschaftsrecht ausgeprägten M&A-Bereich zu führen u. voranzutreiben. Die Rolle von Dr. Marc Löbbe beim Aufsichtsrat der Deutschen Bank ist ein gutes Vorbild. SZA wird aber noch mehr ähnlich prominente Beispiele brauchen.
Bitte beachten Sie auch das Kanzleiporträt:
SZA Schilling Zutt & Anschütz Rechtsanwalts AG68165 Mannheim
Zum Porträt
Anwaltsporträts in dieser Kanzleibesprechung:
Markus PfüllerSZA Schilling Zutt & Anschütz
Zum Porträt
Dr. Dietrich F. R. StillerSZA Schilling Zutt & Anschütz
Zum Porträt
Dr. Marc LöbbeSZA Schilling Zutt & Anschütz
Zum Porträt