Kapellmann und Partner

Bewertung: Stabil, solide, exzellent – so lässt sich der Ruf der Kanzlei im Markt gerade in ihren Kernbereichen beschreiben. Dabei treibt KuP nicht nur ihre Paradedisziplinen Bau- u. Vergaberecht – hier konnten erneut hochkarätige Mandate gewonnen werden – kontinuierlich voran, sondern befindet sich auf dem besten Weg zu einer Full-Service-Kanzlei. Dabei gelang der Corporate-Praxis zuletzt Bemerkenswertes: Sie schaffte den Sprung auf das Panel von EnBW – ein Erfolg, den man KuP noch vor wenigen Jahren nicht zugetraut hätte. Er beweist, dass sich die Kanzlei längst jenseits der Baubranche einen guten Ruf erarbeitet hat. Auch bei Transaktionen, immer häufiger mit internat. Aspekten für mittelständische Mandanten, zeigt sich, dass sie sich Mandate abseits der Immobilien- u. Baubranche erschließt. Damit schickt sich der Corporate-Bereich an, einen ähnlichen Weg einzuschlagen wie die Kartell- oder Strafrechtspraxen, die junge Quereinsteiger über die vergangenen Jahre erfolgreich aufgebaut haben. So nahm zuletzt etwa die Arbeit für ThyssenKrupp zu Compliance-Fragen weiter zu, u. im Bereich Vertriebskartellrecht gewann KuP neue Mandanten. Eine erfahrene Associate, die im Vorjahr von Allen & Overy kam, soll sich nun auf die internationale Anbindung der Kanzlei konzentrieren. Immer wieder hat KuP gezeigt, dass sie solchen Quereinsteigern genügend Freiraum lässt, um ihr Geschäft ohne allzu viel strateg. Vorgaben zu entwickeln. Das macht KuP auch für junge Leistungsträger aus internat. Großkanzleien interessant. Nicht zu unterschätzen ist in diesem Zusammenhang auch die angenehme Arbeitsatmosphäre innerhalb der Kanzlei, über die im Markt oft berichtet wird u. die sich auch an einer geringen Fluktuation ablesen lässt – im Kampf um die besten Köpfe durchaus von Vorteil.
Besondere Stärken: ?Priv. Baurecht.
Siehe auch: ?Düsseldorf; ?Brüssel.
Anwälte in Deutschland: 127
Internat. Einbindung: Lose, teils langjährig etablierte Kontakte zu Partnerkanzleien im Ausland; eigenes Büro in Brüssel.
Entwicklung: Jeder einzelne Fachbereich für sich genommen entwickelt sich strategisch gut u. verzeichnet wachsendes Geschäft. Es ist bemerkenswert, wie stark sich KuP hierbei teilweise von ihren Wurzeln in der Baubranche entfernt hat, was v.a. darauf zurückzuführen ist, dass sich die im Laufe der Zeit neu etablierten Bereiche weitgehend unabhängig entwickeln dürfen. Allerdings lässt die Kanzlei dadurch auch Synergien ungenutzt: An der Schnittstelle zwischen der Corporate- u. der Immobilien-/Baurechtspraxis schlummert noch erhebliches Potenzial. Ähnliches ist im Bereich Kartellrecht zu beobachten. Dadurch fällt es der Kanzlei schwerer als anderen mittelständischen Einheiten, die die Vernetzung ihrer Fachbereiche stärker forcieren, sich für komplexe Mandate, die mehr als ein Rechtsgebiet betreffen, zu positionieren. Dies ist umso bedauerlicher, da die Kanzlei ihre Kompetenzen ausweitet: Bereits im Vorjahr kam ein IP-Quereinsteiger von Freshfields u. auch das Arbeits- u. Steuerrecht sind im Aufbau. Gelingt es, die praxisübergreifende Zusammenarbeit zu verbessern, ist sie ihrem Ziel Full-Service-Kanzlei einen großen Schritt näher gekommen.
Bitte beachten Sie auch das Kanzleiporträt:
Kapellmann und Partner10178 Berlin
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