Gleiss Lutz

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Vom Spätzünder zum Durchstarter: Lange galt Gleiss Lutz vor allem als exzellente Governance-Beraterin für Industriemandanten, ihre kartell-, gesellschafts- und arbeitsrechtliche Kompetenz war stets unbestritten. Strukturen, um interne Untersuchungen fachübergreifend und mit dem nötigen Projektmanagement-Know-how zu stemmen, entwickelte sie jedoch eher zögerlich – aber dafür jetzt umso konsequenter. Schon im Vorjahr holte sie einen jungen, untersuchungserfahrenen Quereinsteiger mit gutem Ruf im Markt, den sie inzwischen zum Equity-Partner ernannte. Nun gelang ihr das, was viele Großkanzleien vergeblich versuchen: Sie gewann erfahrene, strafrechtlich orientierte Anwälte von DLA Piper und Knierim & Krug. Damit ist die Kanzlei heute an der Schnittstelle Governance/Compliance exzellent positioniert. Das zahlt sich aus: Neben weniger spektakulären Untersuchungen sicherte sich Gleiss nicht nur die Beratung des VW-Aufsichtsrats, sondern begleitete auch den Maple-Bank-Gesellschafter OTPP. Damit ist sie in zwei der derzeit wohl aufwendigsten Compliance-Fälle hierzulande vertreten. Das OTPP-Mandat demonstriert, wie gut sie ihre fehlende US-Präsenz mit Partnerkanzleien – in diesem Fall Paul Weiss – kompensieren kann. Zugleich hinterlässt sie damit erstmals einen tieferen Fußabdruck in der Compliance-Beratung im Finanzumfeld. Was Gleiss Lutz jetzt noch fehlt, ist eine komplexe grenzüberschreitende Untersuchung, in der sie ihre investigativen sowie Projektmanagementqualitäten unter Beweis stellen kann.