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2007-07-12

Gehag-Erwerb: Deutsche Wohnen vertraut SJ Berwin, Verkäufer Oaktree diesmal wieder mit Freshfields

Die Deutsche Wohnen AG schließt sich mit der Berliner Wohnungsbaugesellschaft Gehag zusammen. Indirekt übernahm der Immobilienkonzern knapp 85 Prozent vom Finanzinvestor Oaktree und zahlte dafür einen Gegenwert von 540 Millionen Euro. So bekommt Oaktree unter anderem Aktien der Deutsche Wohnen und wird nach Abschluss der Transaktion rund 25 Prozent an dem Unternehmen halten.

Die Deutsche Wohnen erhöhte mit dem Kauf ihren Bestand von 23.000 auf rund 50.000 Wohungen und will auch noch die restlichen 15 Prozent übernehmen, die in Händen der HSH Real Estate AG liegen. Dem Zusammenschluss wurde ein Unternehmenswert der gesamten Gehag-Gruppe in Höhe von 1,84 Milliarden Euro zugrunde gelegt. Das Kartellamt muss der Transaktion noch zustimmen. (René Bender)

Berater Deutsche Wohnen
SJ BERWIN (Frankfurt): Dr. Michael Roos (Corporate), Rüdiger Knopf (beide Federführung; Steuern), Dr. Christian Cornett (Corporate), Boris Meissner (Steuern), Tilman Siebert (Kartellrecht), Dr. Frank Regelin (Kapitalmarktrecht), Dr. Boris Kläsener (Corporate); Associates: Dr. Florian Harder, Dr. Daniel Schnell, Sandra Standhaft (alle Corporate), Sven Grundmann, Carsten Lange, Carsten Ludwig (alle Steuern), Dr. Sascha Grimm (Kapitalmarktrecht), Andreas Kirchner (Finance), Dr. Ilka Heinemeyer, Dr. Golo Weidmann (beide Arbeitsrecht)
INHOUSE (Mainz): Harm Senne (General Counsel)

Berater Oaktree
FRESHFIELDS BRUCKHAUS DERINGER : Dr. Nils Matthias Koffka (Unternehmensrecht), Dr. Ulrich Blaas (beide Federführung; Steuerrecht; beide Hamburg), Dr. Joachim Pfeffer (Kartellrecht; Köln); Associates: Felix Brammer (Federführung; Unternehmensrecht; Hamburg), Wolfgang Oepen (Steuerrecht; Düsseldorf), Natalie Vahsen, Dr. Nis Carstens (Unternehmensrecht; beide Hamburg), Dr. Markus Pütz (Kartellrecht; Köln)

Für Nils Koffka war das Mandat das letzte für die nächsten Monate. Denn unmittelbar nach Abschluss der Transaktion verabschiedete sich der Hamburger Freshfields-Partner in ein rund dreimonatiges Sabbatical. Nach mehrmonatiger Arbeit zum Verkauf und paralleler Prüfung eines IPOs war die erfolgreiche Punktlandung des Deals für Koffka daher auch ein persönliches Anliegen. In Sachen Gehag begleitete er Oaktree von Anfang an. Vor zwei Jahren hatte der US-Investor die Mehrheit an der Wohnungsbaugesellschaft übernommen, die erste erfolgreiche Übernahme der Amerikaner hierzulande überhaupt.

Zustande gekommen war der Kontakt damals zum einen über einen persönlichen Kontakt von Koffka in Los Angeles, dem Sitz von Oaktree, zum anderen über eine Empfehlung von Paul Weiss Rifkind Wharton & Garrison, der Hauskanzlei des Private-Equity-Investors. Im vergangenen Jahr hatte Koffka die Amerikaner dann auch beim Kauf der Schröer Eis GmbH betreut. Das Mandatsverhältnis ist aber hierzulande keinewegs exklusiv. Denn zuletzt schaltete Oaktree auch mehrfach andere Kanzleien bei Deals ein, wie etwa Skadden Arps Slate Meagher & Flom, die in den USA über gute Kontakte zu Oaktree verfügen, und auch Nörr Stiefenhofer Lutz.

Für Harm Senne, General Counsel der Deutsche Wohnen, war die Arbeit beim jetzigen Deal eher ein Startschuss. Denn erst im April war er nach knapp drei Jahren im Bereich Konzern- und Gesellschaftsrecht der Deutschen Börse zu der Mainzer Immobiliengesellschaft gewechselt. Dort ist er seither unter anderem für Transaktionen verantwortlich, berät aber ansonsten vor allem Vorstand sowie Aufsichtsrat konzern- und gesellschaftsrechtlich.