Coup: Oppenhoff begleitet DuMont Schauberg bei Zeitungsdeal
Das Verlagshaus M. DuMont Schauberg hat die BV Deutsche Zeitungsholding (BVDZ) des Investors David Montgomery erworben. Noch vor drei Jahren war der Kölner Traditionsverlag Montgomerys Medienkonzern Mecom im Bieterwettstreit um das Flagschiff Berliner Zeitung unterlegen.Mecom ist in finanziellen Schwierigkeiten und trennt sich aus diesem Grund nun von seinem gesamten Deutschlandgeschäft. Während der Kaufpreis für die BVDZ jetzt bei 152 Millionen Euro lag, hatte Mecom seinerzeit für den Berliner Verlag eine höhere Summe gezahlt und realisierte damit einen Verlust in Millionenhöhe.
Das ursprüngliche Ziel war der Aufbau einer starken Zeitungsgruppe in Deutschland: hinzugekauft wurden in der Folgezeit weitere regionale Zeitungen, darunter die Hamburger Morgenpost, der Berliner Kurier, das Stadtmagazin Tip sowie die im Internet erscheinende Netzeitung. Der Einstieg von Mecom in die deutsche Zeitungslandschaft wurde 2005 wegen des Bieterwettstreits, aber auch wegen des als hartem Sanierer bekannten Montgomery heiß diskutiert.
Der M. DuMont Schauberg-Gruppe gehören beispielsweise der Kölner Stadtanzeiger und die Frankfurter Rundschau. (Antje Neumann)
Berater M. DuMont Schauberg
OPPENHOFF & PARTNER (Köln): Gert Dittert, Dr. Stephan König, Dr. Peter Etzbach (alle M&A), Dr. Gunnar Knorr (Steuern), Eckart Wagner (Kartellrecht); Associates: Alf Baars, Dr. Axel Wenzel (alle M&A/Gesellschaftsrecht), Dr. Nina Kuntschik, Marc Krischer (beide Steuerrecht), Jörn Kuhn, Tanja Hiebert (beide Arbeitsrecht), Holger Hofmann (Umweltrecht), Michael Kautzsch (Immobilienrecht), Dr. Thomas Utzerath (Handels-/Prozessrecht), Georg Lecheler (Gewerbliche Schutzrechte), Angela Busche (IT-Recht), Dr. Maxim Kleine (Kartellrecht)
INHOUSE (Köln): Dr. Matthias Schulenberg
@MCFARLANES (London): Tim Lewis (Corporate)
Berater Mecom
CLIFFORD CHANCE (München): Dr. Nicole Englisch (Federführung), Dr. Matthias Lupp (beide Corporate), Andreas Peter (Steuern), Albrecht von Graevenitz (Kartellrecht), Nicole Engesser Means (Arbeitsrecht; beide Frankfurt), Dr. Claudia Milbradt (IP; Düsseldorf); Associates: Maximilian Krause, Karsten Erhardt (beide Corporate)
FRESHFIELDS BRUCKHAUS DERINGER (London): Simon Marchant (Corporate)
Die Private-Equity-Spezialistin Englisch betreute Mecom laufend im Rahmen von deren Akquisitionen in der deutschen Medienbranche, so bereits bei der Übernahme des Berliner Verlags und dem Kauf der Hamburger Morgenpost. Die Londoner Praxis von Clifford Chance berät dagegen einige Gläubigerbanken von David Montgomery und beriet bei dem jetzigen Exit nicht.
In Großbritannien ist Mecom vielmehr fest in der Hand von Freshfields, die Mecom laufend gesellschaftsrechtlich begleitet und beispielsweise auch die Hauptversammlung betreut. Aktuell ist die Kanzlei auch bezüglich der Gespräche mit den Gläubigerbanken mandatiert.
Die Mandatsbeziehung zwischen den Kölner Oppenhoff-Anwälten und dem Verlag M. DuMont Schauberg hält bereits seit Jahrzehnten und gilt als sehr etabliert. Das gleiche gilt für Oppenhoffs – nicht-exklusive – Best-Friends-Verbindung zu Macfarlanes in Großbritannien. Diese Beziehung ruhte während der Zugehörigkeit der Kölner Partner zu Linklaters, lebte aber nach der Trennung vor einem Jahr wieder auf.
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