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06.05.2009

Photovoltaik-Park: Corvel und Hengeler begleiten Juwi und First Solar bei Anlagenbau

Der US-börsennotierte Solarmodulhersteller First Solar und der Projektentwickler Juwi Holding AG errichten im brandenburgischen Turnow-Preilack den größten Photovoltaikpark Deutschlands.Die Anlage wird eine Leistung von 53 Megawatt erreichen und damit die zweitgrößte ihrer Art weltweit sein. Sie soll Ende 2009 fertiggestellt sein. Das Vorhaben hat ein Investitionsvolumen von 160 Millionen Euro und wird zu 80 Prozent mit Fremdkapital finanziert.

Als Konsortialführer agiert die KfW Ipex Bank, daneben sind Nord LB, Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg, DZ Bank und die Helaba als Kreditgeber beteiligt. Das restliche Eigenkapital bringen die Joint-Venture-Partner First Solar und Juwi über Mezzanine-Darlehen ein. (Marcus Jung)

Berater Juwi
CORVEL (Hamburg): Dr. Sven Schubert (Federführung; Corporate/Finance), Dr. Felix Brammer, Dr. Philipp Jacobi (beide Corporate), Dr. Dirk Brockmeier (Finance)

Berater First Solar
HENGELER MUELLER (Frankfurt): Dr. Daniel Kress (Federführung), Dr. Ralph Defren (Finance), Dr. Axel Gehringer (Finance); Associate: Dr. Markus Lauer (Corporate)

Berater Bankenkonsortium
WHITE & CASE (Düsseldorf): Dr. Alexander Reuter (Federführung), Sabine Schomaker (Frankfurt), Ralph Busch (alle Finance) – aus dem Markt bekannt

Neben seinem M&A-Schwerpunkt beschäftigt sich Corvel-Partner Schubert vornehmlich mit der Branche der erneuerbaren Energien. Noch zu seiner Zeit beim Freshfields-Spin-off Hilbrandt Rückert Ebbinghaus gehörte er zu dem Team, das Juwi beim Bau des bis dahin weltweit größten Solarkraftwerk in der Nähe von Leipzig beriet. Auch nachdem Schubert im vergangenem Herbst mit dem Alpers & Stenger-Partner Brockmeier sowie den zwei Freshfields-Principal Associates Brammer und Jacobi die Kanzlei Corvel gegründet hatte, blieb ihm der rheinland-pfälzische Projektentwickler Juwi als Mandant treu.

Die Beraterhistorie bei First Solar ist dagegen wechselhafter: Den Markteintritt der deutschen Tochter sowie die ersten Bauvorhaben begleitete seinerzeit noch das Frankfurter Büro von Faegre & Benson. Bei Finanzierung vertraute First Solar dagegen Squire Sanders & Dempsey. Die Kanzlei berät die Konzernmutter in den USA schon seit langem.

Hengeler-Partner Kresse ist seit 2006 für den Solarmodulhersteller tätig und begleitet ihn bei Transaktionen und Joint-Venture-Vereinbarungen. Die Kanzlei kam ursprünglich über ihre vertragsrechtliche Expertise in das Mandat. So tragen die Rahmenverträge mit Lieferanten von First Solar seither die Handschrift von Hengeler-Anwälten. Auch die Gründung der hier als Konsortialführerin auftretenden KfW Ipex Bank wurde Anfang 2008 durch die Sozietät vorgenommen.