Tresalia Capital kauft Artega
Die mexikanische Beteiligungsgesellschaft Tresalia Capital hat den westfälischen Sportwagenbauer Artega komplett übernommen. Bereits seit 2008 war die Investmentgruppe der Brauereierbenfamilie Aramburuzabala über ihre deutsche Tochter AB 15/08 Vermögensverwaltungs GmbH mit 48 Prozent an Artega beteiligt. Das Sportwagenprojekt Artega war 2006 in Delbrück bei Paderborn von Klaus Dieter Frers aus der Taufe gehoben worden, dessen Unternehmen Paragon seit den 1980er Jahren Instrumente und Innenraumsysteme für die Automobilindustrie produziert. Paragon musste trotz fortgeschrittener Restrukturierung im Oktober 2009 Insolvenz anmelden. Nach dem Verkauf seiner Artega-Anteile konzentriert sich Frers künftig wieder auf die Führung des Kfz-Zulieferers. Artega betreibt seit 2008 eine eigene, 4.000 Quadratmeter große Fabrik mit angeschlossenem Vertriebszentrum. Mit etwa 50 Mitarbeitern sollen dort ab März 2010 jährlich bis zu 500 Exemplare des Zweisitzers ‘Artega GT’ gefertigt werden. Bislang existieren etwa ein Dutzend Exemplare des 80.000 Euro teuren Sportwagens. (NP)
- Max Hirschberger
Berater Tresalia Capital
Beiten Burkhardt: Dr. Max Hirschberger, Dr. Markus Friedl (beide M&A), Dr. Rudolf Mikus (Steuerrecht), Inka Zielski (Arbeitsrecht; alle Frankfurt); Associates: Ruth-Maria Thomsen, Dr. Marco Ottaviano, Dr. Alexia Bierweiler (alle M&A), Stefan Spengler (Steuerrecht), Tim Luchtenberg (Arbeitsrecht; alle Frankfurt), Dr. Sebastian Heim (München; IP)
Vinson & Elkins (New York): Timothy Foarde (Private Equity)
Berater Klaus Dieter Frers
Streitbörger Speckmann (Bielefeld): Dr. Bertram Schacker (Gesellschaftsrecht)
Hintergrund: Beiten begleitete die Mexikaner bereits bei der Minderheitsbeteiligung 2008 und anschließenden Finanzierungsrunden. An der Paragon-Insolvenz ist Lokalgröße Streitbörger dagegen nur peripher beteiligt. Zur Sanierung berät der Dresdner Insolvenzrechtler Andrew Seidl; Insolvenzverwalter ist Dr. Frank Kebekus (Kebekus & Zimmermann), der in den vergangenen Jahren unter anderem die Modehauskette Wehmeyer und den Bremsenhersteller TMD Friction erfolgreich aus der Pleite führte.