Deichmann gründet SE-Dachgesellschaft
Europas größter Schuhhändler Deichmann hat zum Januar eine neue Obergesellschaft der Unternehmensgruppe gegründet. Im Zuge dessen ging die Heinrich Deichmann-Schuhe GmbH & Co KG in eine europäische Aktiengesellschaft über, die Deichmann SE (Societas Europaea). Bereits 2006 hatte Deichmann seine International Holding, in der das internationale Geschäft gebündelt ist, in eine SE umgewandelt. In der gemeinsamen Dachgesellschaft führte der Essener Konzern sein nationales und internationales Geschäft nun zusammen. Weltweit betreibt das Unternehmen 2.700 Filialen, 1.150 davon in Deutschland. Die Deichmann SE übernimmt dabei alle Rechte und Pflichten der bisherigen Gesellschaft. Auch an der Eigentümerstruktur ändert sich nichts: Alle Anteile an dem weltweit 28.000 Mitarbeiter starken Unternehmen bleiben in den Händen der Familie Deichmann. Die Geschäftsführer der Vorgängergesellschaft leiten auch die Deichmann SE. Allerdings entschied sich Deichmann im Gegensatz zu der in börsennotierten Gesellschaften üblichen dualistischen Struktur mit Vorstand und Aufsichtsrat für ein monistisches Modell: Einziges Führungsgremium ist der Verwaltungsrat. (vov)
Berater Deichmann
Shearman & Sterling (Düsseldorf): Georg Thoma, Dr. Hans Diekmann, Associate: Dr. Michael Schmidt-Versteyl
Luther (Essen): Dr. Arndt Begemann (Notar)
Inhouse (Essen): Martin Heynen, Michael Lenarz, Dr. Lars Jendrian
Hintergrund: Das Shearman-Team um Georg Thoma hat einige Erfahrung mit der Umwandlung großer Unternehmen in die europäische Gesellschaft SE. So hatte Shearman beispielsweise mit dem Münchner Finanzkonzern Allianz in 2006 schon das erste deutsche Großunternehmen bei einer solchen Umstrukturierung begleitet.