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21.09.2015

Neue Konzernstruktur: Gea vertraut langjähriger Beraterin Orth Kluth

Der im M-Dax notierte Technologiekonzern Gea hat eine neue Konzernstruktur für 18.000 Mitarbeiter in 40 Ländern eingeführt. Im Ergebnis werden in Deutschland 661 Stellen abgebaut. Dafür schlossen das Unternehmen und der Konzernbetriebsrat (KBR) mehrere Interessenausgleiche.

Guido Matthey

Guido Matthey

Die neue Konzernstruktur sieht vor, die Bereiche Entwicklung und Herstellung in den neuen Geschäftseinheiten Equipment und Solutions zu bündeln. Zudem werden Vertriebs- und Serviceaktivitäten künftig landesweit einheitlich aufgestellt und Verwaltungsfunktionen in einem Global Corporate Center in Deutschland gebündelt. Standardisierte Shared-Service-Funktionen werden an zwei Standorten in Manila und Bukarest zentralisiert sowie Produktionsstandorte optimiert.

Neben Freiwilligenprogrammen und Altersteilzeitmodellen verabschiedeten die Parteien auch einen Konzern-Sozialplan. Gea erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro.

Berater Gea
Orth Kluth (Düsseldorf): Dr. Guido Matthey; Associates: Dr. Christoph Florian, Sanela Rovcanin, Oliver Schwencker (alle Arbeitsrecht)
Inhouse Recht (Düsseldorf): Theodor Wagner, Andrea Beissel (beide Arbeitsrecht)
CMS Hasche Sigle (Köln): Prof. Dr. Björn Gaul (Arbeitsrecht)

Berater KBR
Welink und Kollegen (Münster): Daniel Welink; Associates: Nicole Kiss, Mariela Frenz (alle Arbeitsrecht)

Vorsitzender Einigungsstelle
Roland Lukas, Dr. Christoph Löbig (Roland Lukas Konfliktlösungen; Frankfurt)

Hintergrund: Bei den Verhandlungen in Deutschland setzten sowohl der Konzern als auch der Betriebsrat auf ihre langjährigen Anwälte: Welink und Matthey haben Gea schon in zahlreichen Restrukturierungsprozessen begleitet. Auch der Mediator Lukas stand den Vertretern nicht zum ersten Mal gegenüber.

Orth Kluth, die Gea im Arbeitsrecht seit mehr als zehn Jahren berät und vertritt, führte die Verhandlungen mit dem Konzernbetriebsräten und verantwortete die Einführung und Umsetzung der Struktur zu weltweit einheitlichen Zeitpunkten unter Beachtung der landesspezifischen Mitbestimmungsregelungen. Darüber hinaus griff Gea für die übergeordnete strategische Beratung zeitweise auf den in Restrukturierungen äußerst erfahrenen Kölner CMS-Arbeitsrechtspartner Gaul zurück.

Bei der Neustrukturierung ihrer Verbindlichkeiten vertraute Gea kürzlich auf Allen & Overy. Der Münchner Bank- und Finanzrechtspartner Dr. Walter Uebelhoer und Senior Associate Dr. Ilja Baudisch berieten bei der vorzeitigen Verlängerung der bereits existierenden revolvierenden Kreditlinie über 650 Millionen Euro. (Geertje de Sousa)