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13.01.2016

Smartphone-Technologie: DLA und Morrison & Foerster steuern Milliarden-Joint-Venture

Der US-Chiphersteller Qualcomm und der japanische Technologiekonzern TDK gründen ein milliardenschweres Gemeinschaftsunternehmen für die Herstellung von Hochfrequenzchips, die vor allem in Smartphones verwendet werden. An dem rund drei Milliarden Euro schweren Joint Venture RF 360 Holdings wird Qualcomm 51 Prozent halten, TDK über ihre deutsche Tochter Epcos 49 Prozent. Qualcomm bringt seine Erfahrung mit Leistungsverstärkern ein, Epcos steuert Design- und Fertigungsanlagen sowie zugehörige Patente bei.

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Benjamin Parameswaran

Sitz von RF 360 ist Singapur, die Unternehmenszentrale des rund 4.000 Mitarbeiter zählenden Joint Ventures wird in München angesiedelt. Dort hat auch Epcos, mit fast 25.000 Mitarbeitern einer der größten europäischen Elektronikzulieferer, seinen Sitz. RF 360 unterhält neben Deutschland Betriebsstätten in sechs weiteren europäischen Ländern sowie in Singapur, Japan, China, Korea und den USA.

Berater Qualcomm
DLA Piper: Jeff Baglio, Mark Lehberg (beide San Diego), Dr. Benjamin Parameswaran (Hamburg; alle Federführung; alle Corporate/M&A), Dr. Konrad Rohde (Steuern), Dr. Burkhard Führmeyer (IP-Recht; beide Frankfurt), Dr. Thilo von Bodungen (Commercial; München), Dr. Jan Dreyer (Kartellrecht; Köln), Dr. Kai Bodenstedt (Arbeitsrecht; Hamburg), Dr. Marco Arteaga (Pensionen), Fabian Mühlen (Real Estate; beide Frankfurt), Peter Jark (Restrukturierung; Berlin), Andreas Meyer-Landrut (Köln), Dr. Isaschar Nicolaysen (Federführung; beide Corporate/M&A; Hamburg), Dr. Raimund Behnes (Steuern; Frankfurt) ; Dr. Thilo Streit (Litigation & Regulatory; Köln), Dr. Annekatrin Veit (Pensionen), Bernd Siebers (IP/IT), Silke Goschler (Commercial; alle München); Associates: Dr. Fabian Klein, Nicolas Dumont (beide Frankfurt), Dr. Judith Nink (Köln; alle IP/IT), Olga Blaszczyk, Kristin Herrmann (beide Commercial; München), Timo Betjemann (Corporate; Köln), Dr. Henriette Norda, Dr. Isabel Haug (beide Arbeitsrecht; Hamburg), Carla Nicolai (Real Estate; Frankfurt), Andreas Habig (Steuern; Frankfurt), Dr. Verena Pianka (Antitrust; Köln), Alexa Mattfeld (Litigation & Regulatory; Berlin)
Inhouse Recht (San Diego): Rhonda Meyer, December Enriquez – aus dem Markt bekannt

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Christoph Wagner

Berater TDK
Morrison & Foerster: Randy Laxer (Corporate/M&A; Tokio), Dr. Christoph Wagner (Corporate/Technologie/Medien; beide Federführung), Kristina Ehle (IT), Hanno Timner (Arbeitsrecht), Dr. Andreas Grünwald (Kartellrecht), Dr. Wolfgang Schönig (IP), Christoph Flügel (Real Estate); Associates: Robin Eyben, Dr. Jan Eckert, Johannes Hieronymi (alle Corporate/M&A; alle Berlin); Leopold Aguilar, Stuart Beraha, Masato Hayakawa (Tokio), Rufus Pichler (San Francisco)
Inhouse Recht (Epcos; München): Peter Knoll (General Counsel), Robert Christmann (Arbeitsrecht), Heiko Schneider, Pia Stucke, Kai Dräger, Angela Förster
WTS (München): Lothar Härteis (Steuern)
LMR Lindemann Mentzel (München): Dr. Ralph Mentzel

Hintergrund: Qualcomm gehört seit Jahren zu den weltweiten Stammmandanten von DLA Piper. Das deutsche Team um Parameswaran war nun jedoch soweit bekannt erstmals für den US-Konzern tätig. Der Hamburger Partner verfügt nach JUVE-Informationen über sehr enge Kontakte zum Büro in San Diego. Neben ihm war der Hamburger Counsel Dr. Isaschar Nicolaysen mit in der Federführung.

Auch der Technologiekonzern TDK griff mit der Mandatierung von Morrison & Foerster auf eine Kanzlei zurück, die er international gut kennt. Allerdings musste sich die US-Kanzlei in dem Mandat, in dem die deutsche Tochter Epcos eine zentrale Rolle spielt, dem Vernehmen nach gleichwohl in einem Pitch behaupten. Die deutschen Anwälte berieten den Münchner Modulhersteller und dessen japanische Mutter nun erstmals. In Deutschland hatte Morrison erst 2013 in Berlin eröffnet, der Medien- und Transaktionsexperte Christoph Wagner kam seinerzeit mit dem Großteil des Berliner Teams von Hogan Lovells. In diesem Deal war dem Vernehmen nach neben ihm vor allem Senior Associate Robin Eyben visibel.

Als TDK vor sieben Jahren Epcos übernommen hatte, griffen die Japaner auf Linklaters und deren Partner Dr. Klaus Hoenig zurück. Epcos wiederum setzte auf Clifford Chance und ein Team um Dr. Wolfgang Richter, der seit vergangenem Jahr allerdings Partner bei CMS Hasche Sigle ist. Auch abseits der Übernahme durch TDK war Clifford jahrelang häufiger für Epcos tätig und beriet etwa bei mehreren Kapitalmaßnahmen. (René Bender)