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10.03.2017

Beste Lage: Ikea verkauft Gewerbeparks für eine Milliarde an Gleiss-Mandantin

Ikea hat Fachmarktzentren für rund 900 Millionen Euro verkauft. Die 25 sogenannten Homeparks sind über Europa verstreut und liegen alle in direkter Nachbarschaft von Ikea Möbelhäusern. Käuferin ist der britische Asset-Managerin Pradera.

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Tim Weber

Ikea-Kunden sind mit den Örtlichkeiten vertraut: Neben den schwedischen Möbelhäusern an Stadträndern haben sich in den Gewerbeparks auch Babymärkte, Bekleidungsketten und Elektrohändler angesiedelt. Sie alle profitieren von der Anziehungskraft, die ein Ikea-Möbelhaus auf das weitere Umland ausübt, dementsprechend begehrt sind die Lagen.

Viele dieser Homeparks und Einkaufszentren wurden von Ikea selbst gebaut und nun zum größten Teil versilbert. In Deutschland gehören zehn Objekte zum Portfolio, etwa die Homeparks Wallau, Köln und Ulm. Insgesamt geht es europaweit um 500 Ladeneinheiten und über eine halbe Million Quadratmeter Mietfläche. Neben Deutschland liegt ein großer Teil der Immobilien in Polen, aber auch in Frankreich, der Schweiz, in Tschechien, Schweden, Finnland und Dänemark wurden Fachmärkte verkauft.

Pradera übernimmt die Zentren mit seinem Luxemburger Fonds Pradera European Retail Parks. Das Kapital kommt vom neuen Anteilseigner LJ Partnership, der im vergangenen Jahr bei Pradera eingestiegen ist.

Berater Pradera
Gleiss Lutz (Frankfurt): Dr. Tim Weber (Immobilienrecht/M&A), Dr. Burkhard Jäkel (Finanzierung; beide Federführung), Frank Schlobach (Bank- und Finanzrecht), Dr. Jacob von Andreae (Öffentliches Recht; Düsseldorf),  Vanessa Bayliss (Immobilienfinanzierung) Dr. Andreas Kohlheim (Bank- und Finanzrecht), Associates: Svenja Bender, Isabel Jahn, Dr. Johannes Gröb, Oksana Weber-Kim (alle Frankfurt), Konrad Discher, Dr. Jonas Rybarz (beide Berlin; alle Immobilienrecht/M&A), Patrick Steinhausen (Bank- und Finanzrecht), Kevin Grimmeiß, Dr. Eva Koch (beide Öffentliches Recht; Düsseldorf), Matthias Schilde (IP/IT; Berlin), Dr. Tobias Abend (Arbeitsrecht), Antonia Harbusch (Kartellrecht; Düsseldorf), Dr. Michael Ilter, Alexander Krüger (beide Corporate/M&A)
Dechert: Angelo Lercara (München), Christopher Gardner (London), Johan Terblanche (Luxemburg); Associates: Mikhaelle Schiappacasse, Matthew Duxbury (beide London), Gwendoline Licata, Veronica Aroutiunian, Johanna Mascherin (alle Luxemburg; alle Finanzierung)
Walder Wyss
(Zürich): Francis Nordmann (Real Estate/Finance; Federführung); Associates: Tina Hurni (beide Real Estate), Roger Ammann ( Finance), Jan Ole Luuk (Steuern)
KPMG (London): Simon Burbridge (Federführung) – aus dem Markt bekannt
Cederquist (Schweden)
Loyens & Loeff (Niederlande)
Hannes Snellman (Finnland)
CMS Cameron McKenna (Polen und Tschechien)
Michelez & Associés, Stephenson Harwood (Frankreich)
Accura (Dänemark)
SJL Jimenez Lunz (Luxemburg)
Addleshaw Goddard (Großbritannien)

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Maria Wolleh

Berater Ikea
Mannheimer Swartling (Stockholm): Tomas Johansson (Federführung; Immobilienrecht)
Kallan (Berlin): Dr. Maria Wolleh, Annika von La Chevallerie; Associate: Malte Woock – aus dem Markt bekannt
Homburger (Zürich): Daniel Hasler (Federführung; M&A/Immobilienrecht), Reto Heuberger (Steuerrecht); Associates: Stefan Blunschi, Karin Mattle (beide Corporate/M&A), Ralf Imstepf (Steuerrecht)
NautaDutilh (Niederlande)
Castrén & Snellman (Finnland)
Wardynski & Partners (Polen)
Havel Holásek & Partners (Tschechien)
De Pardieu Brocas Maffei (Frankreich)
Plesner (Dänemark)

Hintergrund: Mannheimer Swartling und Gleiss Lutz operieren jeweils als Lead Counsel für ihre Mandanten und koordinieren den Deal und die Arbeiten der Kanzleien in den einzelnen Ländern, zudem verantworten sie die Übertragung der Immobilien in ihren jeweiligen Stammmärkten Schweden und Deutschland. Gründe für die Mandatierung von Gleiss sind die Tatsache, dass ein Großteil der Märkte in Deutschland liegt, und dass ein guter Kontakt zwischen Weber und der Leiterin der Investmentabteilung bei Pradera, Christina Forrest, besteht. Beide kennen sich aus einer früheren Zusammenarbeit.

Walder Wyss beriet Pradera zu einer Liegenschaft in der Schweiz und war hier erstmalig für den Spezialfonds tätig.

Auf steuerlicher Seite war KPMG federführend aus dem Londoner Büro für Pradera tätig und bezog in den unterschiedlichen Ländern ihre Büros mit ein. Dabei soll die Grunderwerbssteuer, obwohl umfangreich, nicht das einzige wichtige Steuerthema gewesen sein. Da es zahlreiche Carve-Outs gab, spielen auch damit zusammenhängende Themen eine große Rolle.

Dechert hat federführend aus München und London heraus für Pradera die Strukturierung und die Umsetzung des Luxemburger Fonds beraten

Über die Mandatsbeziehung von Mannheimer Swartling und Ikea ist wenig bekannt. Wie angekündigt, haben die Schweden das Immobilienteam ihres deutschen Spin-offs Kallan als örtlichen Counsel mandatiert. Die Gruppe von sechs Partnern und rund 15 Associates der deutschen Mannheimer Swartling-Einheit hatte sich zum vergangenen November selbstständig gemacht, jedoch schon angekündigt, dass sie weiter mit ihrem früheren Mutterhaus zusammen arbeiten werde. (Christiane Schiffer)