„Bei vielen Präsentationen ist das Ziel, nämlich die Benutzer zu informieren und natürlich auch als Mandanten zu gewinnen, nicht klar genug spürbar“, erläutert Frank Ehlert, der die Studie leitete. Als erstes Problem stelle sich oft schon die Auffindbarkeit der Webseiten dar: Fast die Hälfte der untersuchten Kanzleien ließen sich nicht über die gängigsten Suchmaschinen ermitteln.
Gelobt wurden hingegen die optische Gestaltung der Seiten, die bei vielen Kanzleien sehr attraktiv gelungen sei. Auch die übliche Darstellung der Partner und angestellten Anwälte mit Bild und kurzer Beschreibung wurde positiv bewertet, da hierdurch ein persönliches Bild der Kanzlei aufgebaut werde, das bei Mandanten vertrauensbildend wirke. Bemängelt wurde allerdings, daß nur ein Drittel der untersuchten Kanzleien eine englischsprachige Version der Präsentation bieten konnten. „Bei internationalen Kanzleien wäre es ein freundliches Signal in strategisch wichtige Märkte, wenn die Auslandsstandorte auch eine Präsentation in der jeweiligen Landessprache ermöglichten. Das ist in anderen Branchen längst üblich“ empfiehlt Ehlert darüber hinaus.
Als schwieriges Thema nennt Ehlert die Pflege vorhandener Seiten: So gelinge es etwa bei Kanzleifusionen selten, Mandanten und andere Interessierte auch über die Homepage zeitnah über die neue Zusammenarbeit zu informieren: Coudert Brothers etwa verfüge seit kurzem die Aufnahme des Frankfurter Standortes von Fiedler & Forster über eine erhebliche Verstärkung der dortigen Präsenz. Die Internetseite sei aber nach wie vor nur in englischer Sprache vorhanden und enthalte zudem keinen Hinweis auf den Neuzugang.