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25.02.2013

München: Heussen gewinnt Vergaberechtler von Noerr und Baurechtler von HFK

Der bekannte Vergaberechtler Uwe-Carsten Völlink (48) von Noerr schließt sich zum März als Partner dem Münchner Heussen-Büro an. Bereits Ende Februar holte Heussen für den Standort den Baurechtler Benedikt Murken (49) als Partner. Er war zuvor bei HFK.

Uwe-Carsten Völlink

Uwe-Carsten Völlink

Seit 1998 hat Völlink bei Noerr gearbeitet, die vergangenen acht Jahre als Partner. Zu seinen Mandanten zählen öffentliche Auftraggeber wie Ministerien auf Bundes- und Länderebene, die er bei großvolumigen und komplexen Ausschreibungen begleitet. Ein Team unter seiner Führung beriet etwa das Bundesministerium für Bildung und Forschung dabei, die Beauftragung von Projektträgern für Forschungsprojekte neu zu organisieren. Dabei ging es um Aufträge im Wert von rund 700 Millionen Euro.

Bei Heussen trifft Völlink auf regional bekannte Vergaberechtler, etwa Dr. Norbert Huber in München und Wolfgang Trautner in Frankfurt. Huber kam 2010 von Sibeth (mehr…), Trautner stieß ebenfalls 2010 mit einem großen Team von SNP Schlawien Naab zu Heussen (mehr…). Beide sind überwiegend für die öffentliche Hand tätig, meist auf kommunaler Ebene. Der Zugang von Völlink könnte dem Team nun neue Mandantenkreise eröffnen und somit weiteren Schub verleihen.

Noerr bleibt auch nach dem Weggang von Völlink im Vergaberecht präsent. In Berlin arbeitet ein fünfköpfiges Team unter der Leitung des anerkannten Partners Dr. Olav Wagner vorwiegend für Mandanten im Gesundheitssektor. Im Münchner Büro verbleibt lediglich ein Senior Associate, der vor knapp drei Jahren aus dem Hamburger Büro von Heuking zur Kanzlei gekommen war.

Der frühere HFK-Partner Murken verstärkt die bau- und immobilienrechtliche Praxis des Münchner Heussen-Büros. Bei HFK gehörte er zu dem Team, das Ende 2010 den neuen Stuttgarter Standort aufbaute (mehr…). Murken hat einen Schwerpunkt in der Prozessführung, er vertritt seit vielen Jahren Berufshaftpflichtversicherungen für Architekten und Ingenieure in Gerichtsverfahren.

Wechsel im Vergaberecht häufen sich

Relativ viele Personalwechsel halten die kleine Vergaberechtsszene derzeit in Bewegung. Gleich mehrere anerkannte und sehr erfahrene Partner schlossen sich in den letzten Monaten neuen Einheiten an. Zum Jahreswechsel gewann das junge Hamburger Görg-Büro ein Team um Kersten Wagner-Cardenal von White & Case (mehr…). Ende 2012 wechselten der langjährige Gleiss Lutz-Partner Dr. Olaf Otting zu Allen & Overy (mehr…) und Prof. Dr. Heiko Höfler von Orrick zu Bird & Bird (mehr…).

Dabei sind zwei Tendenzen erkennbar: Internationale Kanzleien setzen auf Anwälte, die erfahren sind in der Beratung von Unternehmen in regulierten Branchen, bekannt sind etwa Ottings gute Kontakte zur Deutschen Bahn. Sie erhoffen sich von deren Regulierungsexpertise auch Auftrieb für die M&A-Praxis. Zugleich zieht es Anwälte, die überwiegend Auftraggeber beraten, verstärkt in eher mittelgroße, mittelständisch geprägte Kanzleien. (Anja Hall)