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19.05.2017

IP-Boutique: Britische D Young baut deutsches Büro auf

Der IP-Experte Dr. Uli Foerstl (49) ist seit Mai als Partner im deutschen Büro von D Young & Co. tätig. Gemeinsam mit Dr. Hanns-Jürgen Grosse, der im Januar das deutsche Büro für D Young in München eröffnet hat, will er den Standort ausbauen. Foerstl ist auf Prozessrecht spezialisiert und kommt von Olswang. Grosse ist Patentanwalt und kam von Stolmár & Partner.

Uli Foerstl (l), Hanns-Juergen Grosse

Uli Foerstl (l), Hanns-Juergen Grosse

Die britische Kanzlei D Young hat ihren Hauptsitz in London und hält außerdem einen Standort in Southampton. Die rund 50 Anwälte (davon 30 Partner) zählende Kanzlei ist auf die Beratung zum geistigen Eigentum spezialisiert. Dazu zählen sowohl Marken- und Wettbewerbsrecht als auch Patentrecht. 2011 holte die IP-Boutique in London ein Patent-Solicitor-Team von Ashurst und baut seitdem verstärkt eine Litigation-Gruppe auf.

Foerstl ist ausgewiesener Prozessspezialist und vertritt seit vielen Jahren nationale und internationale Mandanten industrieübergreifend bei Patent- und Markenstreitigkeiten. Zu Olswang kam er 2011 als Partner in das gerade erst eröffnete Münchener Büro. Bis dahin war er Namenspartner bei der Münchener IP-Kanzlei Wallinger Ricker Schlotter Foerstl, die nun unter Wallinger Ricker Schlotter Tostmann am Markt ist. Sein Partner Grosse, der im Januar für D Young in Deutschland eröffnet hat, ist Patentanwalt und hat zuvor bei der Patenteinheit Stolmár & Partner gearbeitet. Außerdem war er mehrere Jahre Patentrechtler Inhouse bei Infineon.

Das Münchener Olswang-Büro befindet sich im Umbruch, seit die britische Kanzlei in Großbritannien ihre Fusion mit Nabarro und CMS Cameron McKenna bekanntgegeben hat. Im April haben sich deshalb einige Rechtsanwälte um den Patentprozessrechtler Dr. Thomas Lynker mit der Kanzlei Taliens selbständig gemacht. Der IT-Rechtler Dr. Andreas Splittgerber wechselte dagegen zu Reed Smith. Mit einem Olswang-Team, das vor allem das Patentportfolio von Microsoft betreut, verhandelt CMS, wie es im CMS-Verbund unter einer eigenständigen Marke integriert werden kann. Eine Entscheidung steht hier noch aus. Hintergrund der Umstrukturierungen sind die Verträge im internationalen CMS-Netzwerk. Diese verbieten es CMS Cameron McKenna, in Ländern Büros zu haben, wo es bereits CMS-Ableger gibt. (Christiane Schiffer)