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14.07.2017

Kampf gegen Finanzkriminalität: HSBC holt bekannten Ex-Deutsche Bank-Juristen

Das Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt hat einen neuen Verantwortlichen für Kriminalitätsbekämpfung. Dr. Ulrich Göres (43), zuletzt bei der Deutschen Bank ‚Global Head of Anti-Financial Crime‘, übernimmt diese Position ab August bei HSBC. Göres berichtet dann direkt an HSBC-Vorstandschefin Carola von Schmettow.

Ulrich Göres

Ulrich Göres

Der bekannte Compliance-Experte wird bei HSBC ein Team von 34 Mitarbeitern leiten, das sich um die Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Korruption und um Betrugsprävention kümmert. Das deutsche Bankhaus mit Hauptsitz in Düsseldorf hat den Bereich vor zwei Jahren ins Leben gerufen und seitdem massiv aufgestockt – eine Folge des Geldwäscheskandals in den USA, der den HSBC-Mutterkonzern 2012 erschütterte und zwei Milliarden Dollar Strafe kostete.

Göres blickt auf eine lange Erfahrung in der Compliance bei Bankhäusern zurück. Von 2010 bis 2013 baute er als General Counsel der Erste Group in Wien deren Compliance-System auf. Anschließend wechselte er zur Deutschen Bank als Global Head of Anti-Financial Crime und Geldwäschebeauftragter. Im Verlaufe großer Veränderung bei Recht und Compliance in der Deutschen Bank verließ auch Göres den Konzern Anfang 2016 wieder. Mit der Besetzung seiner Nachfolge agierte die Deutsche Bank ebenfalls glücklos: Peter Hazlewood, bis dato Leiter der weltweiten Compliance-Sparte von HSBC, kam im Juli 2016 und war nach sechs Monaten schon wieder weg. Seit Anfang 2017 kämpft der Franzose Philippe Vollot auf diesem Posten gegen Wirtschaftskriminalität und Geldwäsche.

Vorgänger von Göres bei HSBC ist Alexander Bahram. Über seine beruflichen Pläne ist derzeit noch nichts bekannt. (Christiane Schiffer)