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04.04.2013

Compliance: WTS stärkt Beratungsfeld mit erfahrenem KPMG-Team

Die expansive Steuer- und Rechtsberatungsgesellschaft WTS setzt den Bereich Compliance neu auf. Dafür gewann sie in Düsseldorf ein 20-köpfiges Team des Big-Four-Wirtschaftsprüfungsunternehmens KPMG sowie von KPMG Law. Der Bereich firmiert bei WTS künftig unter Governance, Risk & Compliance.

Frank Hülsberg

Frank Hülsberg

Leiter und geschäftsführender Partner der Gruppe wird Dr. Frank Hülsberg. Der 46-jährige Wirtschaftsprüfer und Steuerberater wechselte sich in den vergangenen fünf Jahren mehrmals als Leiter des Bereichs Forensik bei KPMG mit Dr. Frank Weller ab, der dem Team derzeit auch vorsteht.

Als neue Partner wechseln zudem der Gesellschaftsrechtler Hauke Hintze (41) und der Datenschutz- und IT-Rechtler Dr. Thorsten Behling (36) zu WTS. Beide arbeiteten bislang bei KPMG Law in Köln. Von der Wirtschaftsprüfungs-AG selbst kommen der Forensic-Experte Christian Parsow (43) sowie der IT-Compliance- und Datenschutz-Spezialist Rüdiger Giebichenstein (45).

In dieser Zusammensetzung hat das Team dem Vernehmen nach bei KPMG reichlich Erfahrung gesammelt und war etwa an den Großuntersuchungen bei der Deutsche Bahn AG, der Deutschen Telekom und EnBW beteiligt.

Um Hintze, der bei KPMG längere Zeit auch den Bereich Unternehmensinterne Ermittlungen geleitet hat, wird WTS kurzfristig auch einen neuen Standort in Köln eröffnen. Insgesamt dockt das Team bei WTS an den bislang von dem Münchner Partner Eric Mayer geleiteten Bereich Competence Center Compliance Advisory an.

Bei KPMG bleibt das Beratungsfeld trotz des Team-Verlusts zentral. Es steht nun unter gemeinsamer Leitung von Weller, dem Head of Assurance Jens Laue, sowie auf Seiten von KPMG Law Dr. Konstantin von Busekist. Dieser hatte Hintze bereits vor einiger Zeit auch als Standortleiter in Köln abgelöst.

Insbesondere aber im Vergleich zur Big-Four-Konkurrentin PricewaterhouseCoopers (PwC) hat KPMG nach Einschätzung von Marktbeobachtern im Bereich Compliance weiter Nachholbedarf, der nach den jetzigen Abgängen nicht kleiner geworden sein dürfte. (Jörn Poppelbaum, Astrid Jatzkowski)