Schönherr

Bewertung: Die ohne jeden Zweifel zu den führenden Restrukturierungsberaterinnen zählende Kanzlei hat sich in den vergangenen Jahren eine marktdominierende Stellung erarbeitet. Sie vereint alle Welten auf sich: Seit Jahren führend in der Neuaufstellung der österr. Bankenlandschaft sowie als Beraterin der Krisenunternehmen selbst, nimmt Schönherr mittlerweile auch eine Spitzenstellung in der Refinanzierungsarbeit für Banken in Österreich u. im Ausland ein. So ist die Kanzlei an irgendeiner Stelle praktisch in alle Großmandate im Markt involviert. Diese Ausnahmestellung verdankt sie zuvorderst Praxisleiter Wolfgang Höller, der anders als die Partner der direkten Wettbewerber Freshfields Bruckhaus Deringer und Fellner Wratzfeld & Partner gleichermaßen für herausragende Schuldner- und Gläubigerberatung steht. Der letzte Durchbruch gelang jedoch mit dem Aufstieg der inzwischen auch zur Salary-Partnerin ernannten Miriam Simsa. Sie verleiht der Praxis zusätzliche Schlagkraft, indem sie einen Fokus auf die Beratung mit CEE-Bezug mitbringt und die Brücke zur Bank- und Finanzrechtspraxis schlägt. Diese Eigenschaften konnte sie als Beraterin der russischen Sberbank im Rahmen der Restrukturierung des kroatischen Mischkonzerns Agrokor – aktuell das größte Mandat seiner Art in CEE – voll ausspielen. Die Causa gilt auch deswegen als ein Meilenstein für die Praxis, weil die Beratung keinerlei Österreichbezug aufweist, sondern v.a. die Verbindung von Restrukturierungs- u. CEE-Expertise benötigt. Schönherr scheint damit endgültig in Mandatsgefilde vorgedrungen zu sein, die bisher traditionell britischen und US-Kanzleien vorbehalten waren.
Stärken: Bankenberatung, sowohl zu deren Restrukturierung als auch in der Gläubigerrolle, komplexe (Konzern-)Refinanzierungen, hochkarätige ?Bank- und ?Gesellschaftsrechtler.
Häufig empfohlen: Dr. Wolfgang Höller („hervorragender Verhandler, besonders bei komplexen Sachverhalten Gold wert, er weiß einfach fast alles“, Mandant; „einer der erfolgreichsten u. am meisten beschäftigten Restrukturierer im Markt, vielfach auch internat. tätig“, Wettbewerber), Miriam Simsa („sehr klug u. tüchtig“, Wettbewerber; „fachlich exzellent u. ausgezeichnet vernetzt“, Wettbewerber über beide)
Kanzleitätigkeit: Überwiegend Beratung von Banken, Bankkonsortien, Gläubiger-Komitees bei komplexen Restrukturierungen, regelmäßig mit CEE/SEE-Bezug, daneben Beratung von z.T. sehr großen österr. Unternehmen bei gesellschafts- und finanzrechtl. Restrukturierungen. Regelmäßig auch österr. u. internat. Unternehmen sowie Investoren bei Distressed-M&A-Transaktionen (sowohl käufer- als auch verkäuferseitig). (1 Eq.-Partner, 1 Sal.-Partner, 1 RA, 2 RAA)
Mandate: ?? ABBAG bei Errichtung Abbaugesellschaft u. Refinanzierung der KA Finanz; Sberbank als Hauptkreditgeberin in Agrokor-Restrukturierung (beide aus dem Markt bekannt); RLB OÖ bei div. Kreditrestrukturierungen, u.a. bei Refinanzierung 2er kroatischer Einkaufszentren der Kaufmann-Gruppe; Bankenkonsortium unter Führung von Volksbank Wien zu Grimming Therme-Insolvenz; weiterhin: Heta Asset Resolution zu EU-rechtlichen Regulierungsfragen u. Verhandlungen mit Gläubigern bei Abwicklung nach BaSAG.
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