Oberösterreich

(Stand: 10. Januar 2019)

Worum geht’s?

Glossar

  • Generationswechsel stockt
  • Den Nachwuchs früh in die erste Reihe lassen
  • Neue Einheiten etablieren sich

 

Wer auf große Umwälzungen hofft, der wird enttäuscht. Bis jüngere Anwälte im oberösterreichischen Markt in den Vordergrund treten, dauert es doch länger als gedacht.

Gründe für den stockenden Übergang

Der seit Jahren etwa bei Wildmoser Koch & Partner erwartete Generationswechsel lässt weiter auf sich warten. Zwar schafft die Kanzlei die nötigen Strukturen und bringt auch jüngere Partner in verantwortliche Positionen, im Markt bleibt deren Wahrnehmung aber schwach. Dies wird sich vermutlich erst ändern, wenn sich die älteren, stärkeren Partner gänzlich zurückgezogen haben. Allen voran Dr. Gerhard Wildmoser, der in den Augen von Wettbewerbern weiterhin das Zugpferd der Kanzlei ist.

Mit der personellen Weiterentwicklung tut sich auch SCWP Schindhelm schwer. Der Weg nach oben scheint für viele verbaut. Abgänge wie der Spin-off Denkmair Hutterer Hüttner Waldl vor knapp drei Jahren sind eine Folge davon. Wenngleich die Kanzlei unbeirrt ihren Erfolg fortsetzen konnte, muss sie sich perspektivisch den Nachwuchsthemen stellen und bei Partnerstruktur und Vergütung nachjustieren.

Es geht auch anders

Die direkte Konkurrentin Haslinger Nagele macht vor, wie der Generationswechsel gelingen kann. Sie ernennt regelmäßig neue Partner und lässt den Nachwuchs schon früh auch Mandanten gegenüber in den Vordergrund treten. Dies ist umso wichtiger, als auch sie nicht vor Partnerweggängen gefeit ist, wie der Wechsel von Dr. Claudia Kaindl zeigt.

Völlig freie Bahn haben jüngere Partner in eigenen Einheiten, wie etwa bei Dumfarth Klausberger oder Aigner Lehner Zuschin + Partner. Diese beiden aufstrebenden Kanzleien schaffen es mit Spezialisierungen beziehungsweise einer durchdachten personellen Aufstellung, eine neue Generation von Anwaltskanzleien in Oberösterreich zu etablieren. Während Aigner auch viel Geschäft in der Interaktion mit dem Wiener Büro generiert, ist Dumfarth Klausberger vor allem über die große inhaltliche Breite und eine personell relativ starke Aufstellung mit vier Partnern in der Lage, den Markt erfolgreich zu beackern. Ob das Konzept langfristig aufgeht, wird die Zeit zeigen. Derzeit befinden sich die beiden Einheiten im Aufwind.

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