Niederösterreich und Burgenland

(Stand: 10. Januar 2019)

Worum geht’s?

Glossar

  • Örtliche Nähe zum Mandanten für viele Kanzleien entscheidend
  • Gewerbecluster im Südwesten Wiens sorgt für viele Aufträge
  • Großmandate: Insolvenzen in der Luftfahrtbranche

 

In Niederösterreich und dem Burgenland ist die Konkurrenz aus der Hauptstadt Wien besonders groß. Die Wirtschaftskanzleien in diesen Bundesländern setzen auf Mandanten, denen die örtliche Nähe überaus wichtig ist. Ganz anders ausgerichtet hat sich dagegen bpv Hügel.

Zwischen Unternehmens- und Familienberatung

Der Anwaltsmarkt ist in Niederösterreich und im Burgenland grundsätzlich von einem kleinteiligen Geschäft geprägt: mittelständischen Unternehmen und ihren Eigentümern, bei denen die Grenzen zwischen der Beratung der Gesellschaft und den Familien verschwimmen. Aber auch öffentliche Institutionen wie die Landesholding Burgenland sowie Banken, Energie- oder Wasserversorger gehören zu den regelmäßigen Mandanten der Kanzleien vor Ort.

Wirtschaftliches Herz der Region ist das Gewerbecluster entlang der Südbahn und der Autobahn A2. Als weit sichtbares Symbol ragt der Kubus von Novomatic bei Gumpoldskirchen aus der Ebene heraus. Deshalb finden sich entlang dieser Achse die meisten namhaften niederösterreichischen Kanzleien. Ihr Geschäft richten sie an den vermögenden Privatleuten und den lokalen Unternehmen aus.

International aufgestellt

Auch bpv Hügel hat dort ihre Wurzeln und zwei Standorte, die über die Hälfte der 43 Juristen beschäftigen. Allein in den beiden niederösterreichischen Büros Mödling und Baden arbeiten 25 von ihnen. Das macht bpv zu einer der größten Kanzleien des Bundeslandes. Und zur einzigen mit internationaler Präsenz, wie das Büro in Brüssel und die Allianz bpv Legal mit Büros in Ungarn, Rumänien, Tschechien und der Slowakei zeigen. Mit einem Umsatz von rund 15 Millionen Euro gehört sie zudem zu den 15 umsatzstärksten Kanzleien Österreichs.

Kosch & Partner mit ihrem Stammsitz in Wiener Neustadt bespielt ebenfalls die wirtschaftsstarke Zone im Südwesten Wiens. Wachstum verzeichnet die Kanzlei unverändert im Inkassowesen und Forderungsmanagement, für das Immobilienrecht ist inzwischen eine spezialisierte Partnerin zuständig. Schlagzeilen machte bei Kosch zuletzt das Insolvenzrechtsteam mit dem Konkursantrag gegen Niki Luftfahrt in Wien. Damit war die Kanzlei an den komplizierten Verhandlungen und Verfahren um das Ende von Air Berlin beteiligt.

In St. Pölten dominant

In der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten dominiert die Kanzlei Urbanek Lind Schmied Reisch mit insgesamt 25 Juristen den Anwaltsmarkt. Sie setzt auf die Achse St. Pölten-Wien und hat sich dort erfolgreich als Beraterin von örtlichen Unternehmen, Niederlassungen internationaler Konzerne und Banken etabliert. Einen hervorragenden Ruf, auch über Österreich hinaus, hat sich über die Jahre die Insolvenzrechtlerin und Namenspartnerin Dr. Ulla Reisch erarbeitet, unter anderem mit der Masseverwaltung in der österreichischen Niki-Insolvenz.

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