Steiermark

(Stand: 10. Januar 2019)

Worum geht’s?

Glossar

  • Scherbaum Seebacher unterstreicht regionale Stärke
  • Salary-Partner verlassen Piaty Müller-Mezin  
  • Nächste Generation im Markt angekommen

 

Der Anwaltsmarkt in der Steiermark zeigt sich zunehmend umkämpft. Während die Marktspitze weitgehend stabil bleibt, war im Mittelfeld Stühlerücken angesagt. An den begehrten Mandaten hatte zuletzt Scherbaum Seebacher einen bedeutenden Anteil, die mit einer gut eingespielten Mannschaft auftritt.

Insolvenz- und Transaktionserfahrung macht sich bezahlt   

Medienwirksame Ereignisse oder vielbeachtete Transaktionen sind auch immer ein Fest für Berater. In der Regel zeigt sich an den beteiligten Anwälten auch, wer im regionalen Markt die Nase vorn hat. So war in der Steiermark zuletzt beispielsweise der Mehrheitsverkauf der steirischen VTU-Gruppe an die DPE Deutsche Private Equity eine Transaktion mit einem bemerkenswerten Berateraufgebot. Unter den zahlreichen Kanzleien fanden sich auch drei Einheiten aus der Region: Eisenberger & Herzog, Scherbaum Seebacher und Griss & Partner. Des Weiteren war die Insolvenz von Charles Vögele (Austria) ein Thema im regionalen Markt, vor allem weil mit Scherbaum Seebacher und Graf & Pitkowitz zwei bekannte steirische Einheiten mit von der Partie waren. Letztere machte zudem mit ihrer Beratung zur Insolvenz von Niki und den vorausgegangenen Sanierungsbemühungen von sich reden.

Personalstrategie auf dem Prüfstand

Bei Piaty Müller-Mezin Schoeller zog eher personelle Unruhe das Augenmerk der Wettbewerber auf sich. So kehrten einige Salary-Partner der Kanzlei den Rücken. Während die Abgänge in den weniger zentralen Bereichen Arbeits- und Vergaberecht zu verkraften sind, fällt der Weggang einer Markenrechtlerin stärker ins Gewicht. Nachhaltig geschwächt wird die Kanzlei dadurch nicht, dennoch könnte sie die Wechsel zum Anlass nehmen, ihre Personalstrategie zu überdenken.

Jüngere Partner erfolgreich im Markt positioniert

Ihr Profil weiter geschärft haben dagegen Graf & Pitkowitz und Kaan Cronenberg & Partner. In beiden Kanzleien sind jüngere Partner inzwischen wahrnehmbarer geworden und erhalten von Wettbewerbern wie Mandanten viel Anerkennung. Bei Held Berdnik Astner & Partner ist es dem jüngeren Partner Dr. Joachim Zierler ebenfalls gelungen, sich zu etablieren, dennoch hat die Kanzlei im Ganzen an Präsenz verloren. Ausschlaggebend dafür, ob sie auch künftig zu den Marktführern gehört, wird sein, ob es ihr gelingt, weitere Persönlichkeiten im Markt zu positionieren und auch die Gesamtzahl ihrer Anwälte – und damit ihre Schlagkraft insgesamt – zu erhöhen. Denn insbesondere im Vergleich zu Scherbaum Seebacher ist sie personell deutlich schmaler aufgestellt.

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