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Kartellrecht★★★☆☆

Bewertung: Das Wiener Kartellrechtsteam setzt unverändert auf die Strategie, sein Geschäft eng an die Büros in London, Brüssel und Deutschland anzubinden. Für diesen Ansatz steht Dr. Thomas Lübbig, ihn verstärkt die neu ernannte Counsel Dr. Maria Dreher, nachdem Dr. Anna Wolf-Posch im Sommer als Partnerin zu Cerha Hempel wechselte. Ein gutes Beispiel für dieses standortübergreifende Zusammenwirken ist das Vorgehen für Infineon gegen eine EU-Geldbuße vor den europäischen Gerichten in Luxemburg, bei dem die Düsseldorfer und Wiener Anwälte vor dem EuGH einen Etappensieg erzielten. In der Fusionskontrolle sticht die Übernahmeschlacht um Sky heraus, bei der das Team den Bestbieter Comcast vor der EU-Kommission und den österreichischen Behörden vertritt. Ein Wettbewerber bestätigt der Kanzlei: „Geschäftlich machen deren Entscheidungen Sinn.“ Die Kehrseite der Medaille ist allerdings: Die Mandate des Wiener Büros haben nur wenig Bezug zum Heimatmarkt. Wettbewerber nehmen das Kartellrechtsteam deshalb weniger wahr als früher.
Stärken: International marktführende, eingespielte Praxis.
Team: 1 Partner, 1 Counsel, 4 RAA
Schwerpunkte: Fusionskontrollen, kartellrechtliche Prozessführung (Konfliktlösung), Beihilferecht. Herausragende M&A-Praxis.
Mandate: Fusionen/Kooperationen: Hutchison Drei Austria beim Kauf von Tele2 Österreich; Comcast bei Übernahme von Sky vor EU-Kommission u. österr. Behörden; Vonovia bei Übernahme von Buwog; Michelin beim Erwerb von Fenner; Hawesko bei Kauf von Wein & Co; KfW bei 20%-Beteiligung an Eurogrid International. Kartellverfahren: Infineon in EuGH- u. EuG-Verfahren zu €82,8-Mio-Geldbuße wg. vermeintl. Kartellverstöße bei Smartcard-Chips.
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