Freshfields Bruckhaus Deringer

Kartellrecht★★★☆☆

Bewertung: Die Kanzlei hat die Wiener Praxis in den letzten Jahren mit einem strategisch über den österreichischen Markt hinaus ausgedehnten Fokus intensiver in die hoch anerkannte internationale Kartellrechtspraxis integriert. Dadurch hat das Wiener Team viel Erfahrung mit internationalen Mandaten aufbauen können. Dr. Maria Dreher, die inzwischen als Counsel das sechsköpfige Team leitet und zudem zeitweise im Brüsseler Büro angesiedelt ist, arbeitete zuletzt vermehrt mit erfahrenen Partnern zusammen an komplexen internationalen Mandaten. Beispiele sind die Arbeit für Clariant in einem EU-Geldbußen-Verfahren, die Beratung der Porsche-Holding bei Akquisitionen oder VW beim Elektrofahrzeug-Joint Venture mit einem chinesischen Hersteller. Für Infineon erreichte die Kanzlei eine Herabsetzung der Kartellbuße um 6 Millionen Euro. Doch sprechen auch vier Jahre nach der Entscheidung des überaus angesehenen Dr. Axel Reidlinger, eine eigene Kanzlei zu gründen, örtliche Wettbewerber noch immer von einer gewissen Lücke, die sein Weggang hinterließ.
Stärken: International marktführende, eingespielte Praxis.
Team: 1 Partner, 1 Counsel, 3 RA, 2 RAA
Schwerpunkte: Fusionskontrollen, kartellrechtl. Prozessführung (Konfliktlösung), Beihilferecht. Herausragende M&A-Praxis.
Mandate: Fusionen/Kooperationen: Porsche Holding fusionskontrollrechtl. bei Kauf der portugies. Autohändler Siva u. Soauto; VW bei chines. Elektrofahrzeug-Joint-Venture mit JAC Motors; Hewlett Packard Enterprises bei Kauf des Softwareherstellers Silver Peak; Amag bei 70%-Beteiligung an Aircraft Philipp. Kartellverfahren: Infineon in EuGH- u. EuG-Verfahren zu €83-Mio-Geldbuße wg. vermeintl. Kartellverstöße bei Smartcard-Chips; Clariant in EU-Kartellverfahren zu Ethylen-Einkauf u. lfd. zu Compliance. Weitere: KfW beihilferechtlich.
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