Kärnten

(Stand: 11. Januar 2021)

Glossar

  • Corona-Hilfen werfen Fragen auf
  • Kunstprojekt mit juristischem Nachspiel
  • Neue Player am Klagenfurter Markt

 

Während die vergangenen Jahre durch die teils jahrzehntelang andauernden Prozesse rund um die Kärntner Pleitebank Hypo Alpe-Adria geprägt waren, sorgte im Jahr 2020 die Corona-Krise für erhöhten Beratungsbedarf. Insbesondere die Frage um Entschädigungszahlungen nach dem Epidemiegesetz beschäftigte viele Unternehmen – und ihre Anwälte.

Wirtschaftsförderung soll Corona-Folgen abfedern

Der Lockdown im März 2020 und die unklare rechtliche Lage sorgte unter anderem bei der zu den Marktführern zählenden Klagenfurter Kanzlei Wiedenbauer Mutz Winkler & Partner (WMWP) für neue Mandanten. Zahlreiche Hotelbetreiber suchten im Zusammenhang mit Ansprüchen auf Verdienstentgang aufgrund von Betriebsschließungen Rat. Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern, richtete der Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) einen Stabilisierungsfonds ein – auch hier unterstützte WMWP.

Die Verlagerung von Kulturveranstaltungen ins Freie war in Klagenfurt schon vor der Pandemie angesagt: Das Kunstprojekt ,For Forest‘ zog im Herbst 2019 zunächst rund 200.000 Besucher ins Wörthersee Stadion – und beschäftigte im Anschluss die Gerichte. In den Streitigkeiten zwischen Initiator Littmann und Geldgeber Waldner standen sich mit WMWP undMurko Bauer Murko Klatzer zwei der führenden Kärntner Einheiten gegenüber. Die dritte, AHP Rechtsanwälte, war hingegen erneut an einem Verfahren um den Verkauf des Heta-Anteils an den Nassfeld-Bergbahnen beteiligt.

Nachwuchs für Villacher Beraterszene

Neben diesen etablierten Einheiten, die ihren Wettbewerbern vor allem in der Bankenberatung einen großen Schritt voraus sind, fassen jedoch zusehends auch von außen kommende Kanzleien am Klagenfurter Markt Fuß. So hat Held Berdnik Astner & Partner erneut an Präsenz gewonnen. Doch insbesondere gelang es der Eisenberger & Herzog-Partnerin Dr. Tatjana Katalan sich die Anerkennung von Wettbewerbern und das Vertrauen von Mandanten zu erarbeiten, was unter anderem die rechtliche Betreuung der gesamten Windparkprojekte der Kelag mit sich brachte.

Dass sich der Kärntner Beratermarkt nicht auf Klagenfurt beschränkt, zeigt etwa die Entscheidung von Fink + Partner, eine Niederlassung in Villach zu eröffnen. Denn tatsächlich finden sich in der Region zahlreiche Industrie- und Technologieunternehmen, die wie jüngst Infineon in neue Fabriken investieren. Mit Einheiten wie Bucher Partner, Dr. Klaus Jürgen Karner oder Alexander Jelly sind zwar anerkannte Berater vor Ort, doch die Villacher Beraterszene könnte nach Meinung einiger Marktteilnehmer durchaus weitere Spieler vertragen.

 

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