JUVE KANZLEI DES JAHRES ÖSTERREICH 2017

JUVE zeichnet seit 2004 im Rahmen einer Galaveranstaltung Anwaltskanzleien und ­Rechtsabteilungen in Deutschland aus, die sich innerhalb des einjährigen Berichtszeitraums besonders gut entwickelt haben. Seit 2013 wird am Awardsabend auch der Titel „Kanzlei des Jahres Österreich“ verliehen.

Grundlage der Recherchen ist insbesondere das für den österreichischen Markt konzipierte JUVE Magazin für Wirtschaftsjuristen. Die Ausgabe (September/Oktober) erschien als Jahres-Sonderheft mit dem Schwerpunkt Kanzleikennzahlen und einem Corporate/M&A-Ranking.

2017 erhielten Anwaltskanzleien und Inhouse-Teams in insgesamt 18 Preiskategorien einen JUVE Award. Eine Übersicht aller Kategorien finden Sie hier.

Weitere Informationen zu den JUVE Awards finden Sie hier.

JUVE Kanzlei des Jahres Österreich 2017

Dorda

KdJ Oesterreich 435

Udo Wachtveitl (Moderator), Dr. Christian Dorda (Dorda) und Christiane Müller-Haye (Phoenix Business Solutions) (vlnr.)

Die Kanzlei demonstriert eindrucksvoll, wie ein Generationswechsel gelingt. Sie hat sich von ihren einstigen Namenspartnern immer mehr emanzipiert und die Führungsrolle in jüngere Hände gelegt. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die gelungene Nachwuchsarbeit. So kann Dorda in vielen Fachbereichen mit einer Mischung aus jüngeren und erfahrenen Partnern aufwarten. Beispielhafte Mandate sind die Arbeit für Sazka bei ihren Beteiligungen an Casinos Austria und ihrem Einstieg in die Österreichische Lotterien Gesellschaft. Oder die Vertretung der Bawag in Verfahren gegen die Stadt Linz zu Swap-Geschäften.

Zweiter Baustein des Erfolgs der Kanzlei ist, dass die praxisgruppenübergreifende Zusammenarbeit an vielen Stellen auffallend gut funktioniert. Ein Beispiel dafür ist, wie eng verzahnt die Immobilien- und Finanzierungsteams mit der Praxis für Gesellschaftsrecht und M&A arbeiten.

Besonders positiv entwickelt hat sich die IP-Praxis um Dr. Axel Anderl. Gezielt fördert er die Spezialisierung jüngerer Anwälte, so dass die Kanzlei sowohl im Datenschutz- als auch im Patentrecht mit ausgewiesene Experten aufwarten kann. Von den Wettbewerbern hebt sie vor allem ihre einzigartige Kombination von IP- und IT-Kompetenz ab.

 

Weitere Nominierte

bpv Hügel

Die Kanzlei um Prof. Hanns Hügel ist als Bankenberaterin gefragt wie nie. Mit der Mandatierung durch die RZB bei der Fusion mit der RBI begleitete bpv die bedeutendste Transaktion unter österreichischen Banken. Dies belegt ihr wachsendes Renommee im Bank- und Bankaufsichtsrecht sowie im Kapitalmarktrecht und im transaktionsbezogenen Bereich.

Die gute Verzahnung der M&A-Praxis mit der Bank- und Finanzrechtrechtlern unterstrich die Kanzlei mit der Arbeit für die Bawag P.S.K. beim Kauf der Start-Bausparkasse und der Immo-Bank. Mit der Begleitung komplexer Verschmelzungen und Transaktionen sticht auch die Steuerrechtspraxis heraus. Unter der Federführung von Gerald Schachner landete sie an der Seite von Brandl & Talos beim viel beachteten Verkauf der RIH-Lacksparte an Kansai einen Coup.

Brandl & Talos

Zielstrebig baut sie ihr Geschäft aus. Über die Venture-Capital-Beratung durch Roman Rericha erweiterte sie ihre Mandantschaft um bedeutende internationale Investoren wie Wellington Partners. Mit der Gründung von Fonds wie ‚Capital300‘ verschafft sie diesen einen Zugang zum österreichischen Markt und sich selbst Folgemandate. Diesen Beratungsansatz hat sie ihren Wettbewerbern voraus.

Zudem verzahnt sie die Arbeit für Firmengründer mit ihrem Know-how im Bankaufsichtsrecht. So verlassen sich europäische Fintechs auf Dr. Ernst Brandl und eröffnen der Praxis ein neues Wachstumsfeld. Auf beiden Gebieten erweitert die Kanzlei ihre Wahrnehmung so über den österreichischen Markt hinaus und folgt damit dem Modell, das sie im Glücksspielrecht zu einer der Top-Adressen in Europa machte.  

 

Eisenberger & Herzog

Für sie gibt es nur einen Weg und der weist nach oben. Kaum eine andere Kanzlei legt so viel Dynamik an den Tag. Treiber des Erfolgs ist vor allem Rainmaker Dr. Peter Winkler, der mit Vorzeigemandaten wie der Conwert-Übernahme abermals von sich reden machte. Aber auch starke Anwälte neben ihm tragen dazu bei, dass es der Kanzlei gelingt, auffällig große und hochkarätige Mandate zu gewinnen. So glänzte etwa ein Team um Dr. Alric Ofenheimer mit der Beratung von ProSiebenSat1 beim Kauf von ATV.

Scheinbar spielend leicht stellt die Kanzlei inzwischen praxisübergreifende Spitzenteams zusammen – egal wir groß oder komplex die Transaktion ist. Um diese Stärke für die Zukunft zu sichern, ernannte sie Ende 2016 fünf neue Equity-Partner auf einen Streich.

Herbst Kinsky

Im Bank- und Finanzrecht hat sie das Geschäft neu ausgerichtet auf die Finanzierung von Transaktionen. Der Erfolg zeigt sich etwa in der Arbeit für CVC Capital Partners beim Erwerb von År Packaging oder der Beratung der NordLB bei der Finanzierung des Gantner-Kaufs durch Ardian. Diesem Ansatz bei grenzüberschreitender Arbeit verlieh Philipp Baubin zusätzlichen Schub, der von Specht & Partner zu Herbst Kinsky kam.

Im Gesellschaftsrecht und bei M&A-Deals weiß die Kanzlei die aktive Gründerszene in Österreich für sich zu nutzen. Jungunternehmen wie Bitmovin setzen seit Jahren auf den wohl bekanntesten Start-up-Berater des Landes, Dr. Philipp Kinsky. Daraus entwickelte sich eine Venture-Capital-Praxis, mit der kaum eine andere Kanzlei mithalten kann.