Hogan Lovells

Wettbewerber aufgepasst! Noch so ein Erfolgsjahr und die Patentpraxis um Dr. Andreas von Falck enteilt dem Markt, denn sie war an nahezu allen maßgeblichen Patentschlachten des Jahres beteiligt: Ob für Blackberry, HTC, LG oder Vodafone – sie stritt häufiger als andere auf Industrieseite gegen Patentverwerter. Eine besondere Herausforderung an die Kapazitäten war aber die Verteidigung von Apple in der 32 Klagen umfassenden Mobilfunkschlacht gegen Nokia. Dass das Team parallel auch noch eine weitere Klageserie für Nikon gegen Carl Zeiss um Maschinen zur Chipproduktion vorbereitete, zeigt seine besondere, auch personelle Schlagkraft – zumal Hogan Lovells auch noch Pharmaklagen am rechtlichen Hochreck zelebriert. Höhepunkt des Erfolgsjahrs war eine äußerst seltene Zwangslizenz, die ein Team um Miriam Gundt für Merck um ein HIV-Medikament erstritt. Gundt war erst 2015 zur Partnerin aufgestiegen. Das Potenzial der Praxis belegt die nächste Partnerernennung nur zwei Jahre später. Dass Dr. Alexander Klicznik als Rechts- und Patentanwalt doppelt qualifiziert ist und die Kanzlei zunehmend auf technische Experten setzt, sorgte für Gesprächsstoff. Beunruhigen sollte den Markt allerdings, dass die europaweit enorm starke IP-Praxis nun ihre Patentexpertise exportiert und ein eigenes US-Team aufbaut. Sie sichert damit nicht nur ihre exzellenten US-Beziehungen ab, sondern bietet den nach Europa drängenden US-Kanzleien in deren Heimatmarkt Paroli. Schließlich mandatierte Google das Münchner Büro für erste Prozesse, dabei galt der Internetkonzern bislang als fest in der Hand von Quinn Emanuel.