Sachsen

Sächsische Wirtschaft floriert

Wirtschaftliche Schwäche ist in Sachsen lange passé. Wie kein zweites ostdeutsches Bundesland symbolisiert es den wirtschaftlichen Aufschwung. Die bereits vor Jahren etablierten Standorte der Automobil(zulieferer)industrie waren die ersten Leuchttürme in der Region, mittlerweile stehen insbesondere Leipzig und Chemnitz auch für zukunftsweisende Branchen wie die Robotik oder die Logistik.

Nicht nur emotional symbolisiert der kometenhafte Aufstieg des Fußballvereins RB Leipzig den Aufschwung der Region – tatsächlich ist die Stadionerweiterung eines der wichtigsten Bauprojekte Sachsens, in dem aufseiten der Stadt, der Baufirmen und der Investoren eine Vielzahl von Anwaltskanzleien involviert sind.

Leipzig etabliert sich als Motor

Die wirtschaftliche Entwicklung in Leipzig ist in vielerlei Hinsicht zum Motor des Geschäfts von Wirtschaftskanzleien geworden. Greifbar wird dies z.B. in der immer stärker florierenden Start-up-Szene, die für Kanzleien wie CMS Hasche Sigle oder Gruendelpartner zu einem begründeten Hoffungsschimmer geworden ist, das derzeit bestehende Transaktions- und Finanzierungsgeschäft in Zukunft noch deutlich auszubauen.

Welche Anziehung Leipzig mittlerweile ausübt, zeigen auch die Folgen der Insolvenz des früher dominanten deutschen Webportalbetreibers Unister: Die Pleite zog neue Unternehmen wie den tschechischen Investor Rockaway Capital (der die wichtige Reisesparte übernahm), Check24 u. Verivox nach Leipzig, die nach der Zerschlagung von Unister mit den spezialisierten Mitarbeitern vor Ort neue Projekte beginnen. Damit ging Unister als lange zentraler Mandant von CMS Hasche Sigle, Petersen Hardraht Pruggmayer oder Eureos zwar unter, doch auch für diese Kanzleien ging und geht die Arbeit in diesem Feld nicht aus.

Nachwuchsproblematik bremst Entwicklung in Chemnitz

Angesichts Leipzigs Dominanz geraten Chemnitz u. Dresden in der öffentlichen Wahrnehmung ins Hintertreffen. Zu Unrecht – denn insbesondere in Chemnitz ist in den vergangenen Jahren eine technologisch hochmoderne Industrielandschaft entstanden, von der sich viele Anwaltskanzleien neues Geschäft erhoffen.

Neben Heuking Kühn Lüer Wojtek betreiben auch einige andere in Chemnitz (wieder) ein Büro. Doch das Wachstum ist angesichts des Mangels an gut ausgebildeten Juristen und Steuerberatern begrenzt.

Dagegen scheint der Anwaltsmarkt in Dresden beschaulicher. Neue Akteure wie Mulansky + Kollegen, die aus dem Wechsel des langjährigen KPMG Law-Anwalts Thomas Mulansky zur früheren Kanzlei Zwade bzw. Zwade Mulansky entstanden ist, oder Roever Broenner Susat Mazars Rechtsanwälte, die mit früheren PricewaterhouseCoopers Legal-Anwälten ein Büro in Dresden eröffnet hat, beweisen aber, dass die sächsische Landeshauptstadt als Kanzleistandort weiterlebt.

 


Die folgenden Bewertungen behandeln Kanzleien, die nach der Recherche der JUVE-Redaktion in ihrer Region eine besondere Bedeutung und Reputation genießen. Diese Kanzleien bieten typischerweise Beratung und Vertretung in vielen Sparten des Wirtschaftsrechts. Bitte beachten Sie aber ggf. Verweise auf weitere Besprechungen in einem Rechtsgebietskapitel. Dort finden Sie auch jeweils weitere Referenzmandate.