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M&A★★★★★

JuveAwards2018 Logo Nominierte M&ABewertung: Wie sich nach einem bemerkenswert starken Dealjahr zeigt, ist die M&A-Praxis dabei, sich mit ausgeprägter Branchenfokussierung u. sehr starker internat. Vernetzung sogar vor ihre Langzeitrivalen Linklaters u. Hengeler zu schieben. Mandanten sparen nicht mit Lob für die FBD-Transaktionsmaschinerie: „Taktisch u. juristisch immer auf der Höhe. Alles läuft wie am Schnürchen, auch im Backoffice“, ist nur eine Stimme von vielen. Das ermöglichte es der Kanzlei, sich erfolgr. auf absolute Spitzenmandate zu konzentrieren, bei denen sie sich durch ihren Full-Service-Ansatz u. ihr Können bei komplexen internat. Deals (oft durch öffentl. Übernahmen) von Wettbewerbern abhebt. Belegt wurde dies u.a. dadurch, dass BASF sie für 2 komplexe Deals noch auf die permanente Beraterliste für strateg. M&A nahm. Einige Mandanten erkennen allerdings auch, dass FBD sich auch über die Honorargestaltung auf das Spitzensegment konzentriert: „Früher haben wir viel mit ihnen gearbeitet, aber das ist vorbei – für normale M&A-Deals sind sie zu teuer“, erklärt ein leitender Konzerninhousejurist. Für den künftigen Erfolg ist auch darum entscheidend, wie prominent eine nachfolgende Partnergeneration auftritt, die sowohl in komplexem Konzernrecht als auch im Dealmanagement versiert ist. Die komplexen Ausgliederungen werden von Anwälten durchgeführt, die über fundierte Kenntnisse der Branche u. der Marktbedingungen verfügen. Die Fähigkeit, Marktereignisse u. Strategien von Mandanten zu analysieren u. Trends zu antizipieren, sucht ebenfalls ihresgleichen, wie der BASF-Kauf von Teilen des Bayer/Monsanto-Geschäfts eindrucksvoll zeigte. Ein Höhepunkt des Jahres war dies auch darum, weil die Kanzlei hier ihre Fähigkeit demonstrierte, Transaktionen in den USA selbst weiterzuführen – noch vor wenigen Jahren wäre solch ein Deal wohl auf dem Tisch einer New Yorker Spitzenkanzlei gelandet. Beim Merck-Spartenverkauf hatte zwar eine Londoner M&A-Expertin für Life Science die Federführung, der Deal ging allerdings auf Kontakte der dt. Praxis zurück. Hier zeigte sich erneut, dass die internat. Vernetzung bei FBD erfolgreicher ist als bei vielen Wettbewerbern: einzig Clifford Chance u. Hogan Lovells ist Ähnliches gelungen, doch FBD agiert kontinuierl. in einer ganz anderen Liga. Durch die Vernetzung kommen allerdings mitunter Kontraste zum Vorschein. Ein Mandant war der Ansicht, dass „das Serviceniveau in London viel besser als in Deutschland“ sei – „wir gehen, wenn möglich, immer über London, auch wenn das teuer ist“. Eine dauerhafte Diskrepanz würde sich früher oder später auf die Position der Kanzlei auswirken. Ein weiteres Fragezeichen betrifft die Stabilität der Partnerriege. Der Verlust von Koffka u. insbes. des jungen Staranwalts Larisch lässt Wettbewerber an der Zufriedenheit in den FBD-Reihen zweifeln. Selbst wenn die Sozietät regelm. junge u. vielversprechende Partner ernennt, ist der Verlust solcher Akteure ein Grund zur Besorgnis. Sollte dies häufiger passieren, geriete FBDs Marktführerschaft unter Druck.
Stärken: Konkurrenzlose fachl. Breite im obersten Marktsegment. Stark für dt. Konzerne, grenzüberschr. Mandate, Private Equ. u. Vent. Capital u. gehobenen Mittelstand. Internat. Kompetenz vieler Partner.
Oft empfohlen: Dr. Andreas Fabritius, Dr. Michael Haidinger („sehr proaktiv bzgl. neuer Projekte, teilt Know-how auf souveräne Art und Weise“, Mandant), Dr. Stephanie Hundertmark, Dr. Marius Berenbrok, Dr. Ludwig Leyendecker, Prof. Dr. Christoph Seibt, Dr. Barbara Keil, Dr. Matthias-Gabriel Kremer, Dr. Stephan Waldhausen, Dr. Gregor von Bonin, Dr. Wessel Heukamp, Dr. Ralph Kogge, Dr. Natascha Doll („proaktive Beratung“, Mandant)
Team: 37 Partner, 2 Counsel, 130 Associates, 4 of Counsel
Partnerwechsel: Dr. Tobias Larisch (zu Latham & Watkins), Dr. Annedore Streyl (zu EY Law), Dr. Nils Koffka (zu Allen & Overy)
Schwerpunkte: Herausragende Praxisbreite über alle Büros (außer Berlin, nur ein Partner). Besonderer Schwerpunkt auf börsennotierte Unternehmen und regulierte Branchen. Hohe Schlagzahl an internat. Arbeit.
Mandate: RWE bei Verkauf von Innogy u. Beteiligung an E.on; BASF bei Kauf des Saatgut- u. Herbizidgeschäfts von Bayer sowie bei Zusammenschluss Wintershall mit DEA; Merck bei Verkauf der Consumer-Health-Sparte an Procter & Gamble; Hochtief bei Kauf von Abertis Infraestructuras; Air Berlin/Niki bei Verkauf aller Assets; Ceconomy bei Beteiligung an Fnac Darty; Airbus bei Kauf einer Mehrheit an der C-Serie (Bombardier); Multi-Color bei Kauf der Etikettensparte Constantia Labels; Otto Bock bei Einstieg von EQT; Vonovia bei Übernahmeangebot für Buwog; Deutz bei Kauf von Torqeedo; Evotec bei Kauf der Aptuit-Gruppe sowie bei Einstieg von Novo.
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