CBH Rechtsanwälte

Nationaler Überblick Top 50★☆☆☆☆

Bewertung: 2018 ist für CBH das Jahr 1 nach ihrer großen Erweiterung. Im vergangenen Jahr eröffnete die Kanzlei auf einen Schlag 4 Standorte. In Hamburg u. München z.B. kam fast das gesamte Team von Preu Bohlig mit seinem IP-Schwerpunkt dazu. In Berlin kamen Anwälte aus dem Verwaltungsrecht u. mit baurechtlicher Erfahrung bei Infrastrukturprojekten dazu. Seitdem steht CBH vor 2 wesentlichen Herausforderungen: Das Geschäft an den jeweiligen Standorten weiter voranzutreiben u. die Brücke zwischen den Standorten so zu schlagen, dass sie das vorhandene Potenzial ausschöpfen kann. 
Ausgebaut hat CBH ihr Geschäft v.a. aber im Kölner Stammhaus u. innerhalb der traditionellen Stärken. So zog die Beratung der Lottogesellschaften an, weil die Vergabe von Lottokonzessionen vor Nachprüfungsinstanzen angegriffen wurde. Außerdem kann sie sich im Rheinland auf eine Reihe von Stammmandanten verlassen, die sie häufig aus mehreren Praxisgruppen heraus berät, wie Bastei Lübbe. Ihre rege M&A-Praxis generierte zuletzt aus ihrem internat. Netzwerk Geschäft u.a. in der Gesundheitsbranche. Anknüpfungspunkte zu den neuen Standorten ergaben sich bisher allerdings nur im Patent- u. punktuell im Markenrecht – den Kerndisziplinen der hinzugekommenen Anwälte. Hier nutzten die Münchner u. Kölner Teams schnell das Potenzial der gewachsenen Praxis, denn zwischen dem hochkarätigen Mandantenstamm der Kölner Patentrechtler u. den Münchner Prozessmandaten gibt es viel Raum für neues Geschäft. Doch jenseits davon ergibt sich ein anderes Bild. Die Kölner Baurechtler arbeiten zwar eng mit der öffentl.-rechtl. Praxis zusammen, doch konzentriert sich ihr Engagement weiter auf das Rheinland. Der konsequente Ausbau der Achse Köln-Berlin lässt noch auf sich warten. Viel Verantwortung ruht dabei auf dem Leiter der Vergaberechtspraxis Prof. Dr. Stefan Hertwig, der nun von Berlin aus das Geschäft vorantreiben soll. Das bietet CBH v.a. die Chance, ihre Mandantschaft auf Bundesebene zu erweitern. Der wichtigste neue Mandant auf diesem Feld ist allerdings die in Köln ansässige Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Im Gesellschaftsrecht ist eine Zusammenarbeit bislang nur marginal erkennbar. Im Presse- u. Medienrecht wiederum gehen Anwälte aus Hamburg u. Köln erste Schritte aufeinander zu. Die gemeinsame Mandatsarbeit steckt aber noch in den Kinderschuhen.
Siehe auch: Köln.
Anwälte in Deutschland: 70
Internat. Einbindung: Etablierte Zusammenarbeit im Netzwerk Iurope, in dem 6 mittelgroße Kanzleien aus europ. Nachbarländern zusammenarbeiten. Zugleich besteht eine etablierte, aber nicht exklusive Zusammenarbeit mit der US-Kanzlei Holland & Knight. Beides betrifft v.a. den M&A-Bereich sowie das Arbeitsrecht.
Entwicklung: Gleich 4 neue Standorte in eine gewachsene Struktur zu integrieren, ist eine Mammutaufgabe. Das gilt erst recht für eine Einheit, die bis dato stetig vorangekommen ist, aber sich in weiten Teilen auf das Rheinland u. ihr außerordentlich gutes Netzwerk dort stützt. Die neue Herausforderung, aus dem Stammhaus in Köln u. den 4 neuen Büros mehr zu machen als ein loses Konglomerat, geht sie noch zögerlich an. Dabei könnten sich die Medienrechtler aus Hamburg u. Köln sinnvoll ergänzen; die gesellschaftsrechtliche Praxis in Stuttgart sich mit Verstärkung durch einen Kölner Partner, der dorthin geht, oder einen Quereinsteiger mit lokalem Netzwerk, vielversprechend ausbauen lassen. Dass Hertwig nach Berlin wechselte, war genau die richtige strategische Entscheidung, hat bisher in dem kompetitiven Berliner Markt aber noch kaum Wirkung gezeigt. Auch hier wird CBH vermutl. weitere personelle Verstärkung benötigen.
Bitte beachten Sie auch das Kanzleiporträt:
CBH Rechtsanwälte GbR50672 Köln
Zum Porträt
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