Friedrich Graf von Westphalen & Partner

Nationaler Überblick Top 50★★☆☆☆

JuveAwards2018 Logo MittelstandBewertung: Der Ausbaukurs der vergangenen Jahre zahlt sich nun aus: Mit der vergrößerten Mannschaft verteilt auf 3 Standorte bekommt die Sozietät nun auch hochkomplexe Mandate binnen Wochen gestemmt. Dies zeigte sich am Bsp. der arbeitsrechtlichen Restrukturierung der Paracelsus-Gruppe. Zugleich bewies die Kanzlei inmitten der bislang größten Insolvenz auf dem deutschen Krankenhausmarkt, wie gut sie schon im Gesundheitssektor angekommen ist: Von Wettbewerbern weitgehend unbemerkt hat sie Quereinsteiger mit Erfahrung in diesem Sektor hinzugeholt, wie etwa die Arbeitsrechtlerin Dr. Sabine Schröter, u. zudem ihre Jungpartner ermutigt, sich etwa in das Medizinprodukte- u. Pharmarecht zu vertiefen. So hat die Sozietät neben ihrem internat. Kanzleinetzwerk für grenzüberschreitende Transaktionen noch ein 2. für die spezialisierte Beratung im hoch regulierten Gesundheitssektor geknüpft. Hierüber kann sie nicht nur Deals für Mandanten wie den Medizintechnikkonzern Gentinge länderübergreifend absichern, sie erhält über dieses Netzwerk auch neue Mandate, wie die Beratung zum Markteintritt eines börsennotierten Pharmaherstellers. Selbst ihre etablierten Praxen, wie Marken- u. Wettbewerbsrecht, waren zuletzt visibler in der Gesundheitsbranche.
Eine neue Partnergeneration folgt auch am Kölner Standort in die großen Fußstapfen eines langjährigen angesehenen Vertriebsrechtsspezialisten, sodass dort ebenfalls die Zeichen auf Wandel stehen. Unverändert renommiert bleibt das Kölner Team im Versicherungsrecht u. bei D&O-Streitigkeiten.
Flankiert von dem gut eingespielten Managementduo Carsten Laschet u. Dr. Barbara Mayer hat das vernetzte Arbeiten entlang der Rheinschiene deutlich zugenommen. Ein wichtiges Scharnier in Frankfurt bilden dabei 2 Arbeitsrechtlerinnen, die zuvor für Taylor Wessing tätig waren.
Siehe auch: Baden-Württemberg; Köln.
Anwälte in Deutschland: 59
Internat. Einbindung: Enge Zusammenarbeit mit der schweizerischen Partnerkanzlei Kellerhals Carrard u. mit bpv Hügel in Österreich. Kooperationsbüros in Brüssel, Alicante, Schanghai, Istanbul, São Paulo. Zudem gut gepflegtes ww. Netzwerk.
Entwicklung: FGvW ist v.a. am Freiburger Standort für eine nachhaltige Ausbildungspolitik bekannt, Associates loben dort eine „offene u. hilfsbereite Atmosphäre“, und örtliche Wettbewerber blinzeln neidvoll zur Riege an engagierten Junganwälten. Doch ein zu frühes Ausruhen auf dem Erreichten darf gerade in den Großstädten Frankfurt und Köln den eingeschlagenen Wachstumskurs nicht wieder gefährden. Denn mit der ungewöhnlichen Standortkombination befinden sich völlig unterschiedliche Rekrutierungsmärkte unter einem Dach – besonders deutlich ist der Kontrast zwischen Freiburg und Frankfurt. In den wesentlich kompetitiveren Kanzleimärkten ist die Einstellung u. langfristige Bindung von Associates eine weit größere Herausforderung als in Freiburg. Das gilt nicht nur bei Gehältern und Urlaubskontingenten. Auch andere Faktoren, wie Vorstellungen über die Work-Life-Balance, gilt es auszubalancieren, umso mehr, da die Sozietät Ambitionen anmeldet, gerade in den Spezialgebieten Mandate u. Leistungen auf Großkanzleiniveau einzufahren. Hier dürfte für das Management eine große Herausforderung der nächsten Jahre liegen.
  • Teilen