Watson Farley & Williams

Nationaler Überblick Top 50★☆☆☆☆

Bewertung: Wenige Kanzleien haben sich so früh u. so konsequent einen strikten Sektorfokus verordnet wie WFW. Welche Vorteile sie aus dieser Aufstellung zieht, zeigt sich darin, dass sie regelmäßig teils große Transaktionen aus den Branchen Schifffahrt, erneuerbare Energien u. Private Equity mit fachübergreifenden, internat. Teams stemmt. Auch im Bereich Infrastruktur kann sie diese eingespielte Zusammenarbeit nutzen. Ein bemerkenswertes Beispiel dafür ist die Arbeit für Tank & Rast bei mehreren Transaktionen sowie zu einer umfangreichen Refinanzierung, bei der der federführende Frankfurter Partner Dr. Torsten Rosenboom mit großen internat. Teams beraten hat.
Deutliche Fortschritte erzielte WFW auch in der maritimen Branche, wo sie neben den Banken nun auch verstärkt auf Reederseite berät, z.B. Zeaborn. Zudem erweitert sie ihre Tätigkeit in der Transportbranche auch auf den Flug- u. Schienenverkehr. Und im Energierecht vergrößerte sie ihren Radius auf Mandate zu Elektromobilität, Öl u. Gas. Um die Rundumberatung der Sektoren noch besser abdecken zu können, nahm WFW gezielt 2 junge Quereinsteiger auf: einen Flugzeugfinanzierungsspezialisten von Norton Rose u. einen Regulierungsexperten für Infrastrukturprojekte von Heuking. Daneben entwickelt sich insbes. die Arbeitsrechtspraxis um Dr. Nikolaus Krienke sehr dynamisch u. betreut z.B. Großprojekte u.a. für Vonovia oder den ADAC.
Empfohlen für: Arbeit; Energie; M&A; Private Equ. u. Vent. Capital.
Siehe auch: Hamburg; München.
Anwälte in Deutschland: 73
Internat. Einbindung: Internat. integrierte Kanzlei, die mit 14 Büros in 11 Ländern vertreten ist. Diese liegen aufgr. ihrer urspr. Tradition im Maritimen Wirtschaftsrecht oft in Hafenstädten wie Athen oder Hongkong. In Vietnam kooperiert sie mit LVN & Associates. Im Londoner Stammbüro liegt ein starker Schwerpunkt auf der Betreuung von Banken.
Entwicklung: Dass das große Tank-&-Rast-Mandat aus dem Frankfurter Büro der Kanzlei federführend betreut wird, verhilft dem bislang kleinsten der 3 deutschen Standorte zu einer wichtigen Position in der deutschen Praxis. Auch die fachliche Verbreiterung der Finanzierungspraxis über Schifffahrt u. erneuerbare Energien hinaus kommt gut voran u. bietet in Zukunft noch mehr Möglichkeiten, um sich ähnlich wahrnehmbar im lokalen Markt zu positionieren wie in Hamburg oder München.
Schwer tut sich WFW bisher auch mit einer stärkeren Durchdringung des Immobiliensektors – ebenfalls zentraler Bestandteil der Kanzleistrategie. Doch bislang konnte sie den längst geplanten Ausbau im Immobilienrecht nicht verwirklichen. Beim Aufbau ihrer Prozesspraxis zeichnet sich hingegen ab, dass WFW diesen vorerst ohne Quereinsteiger angeht u. vielmehr darauf setzt, dass Partner ihren Schwerpunkt verlagern. Gelingt es ihr, damit Mandanten zu überzeugen, könnte sie das auch attraktiver für einen erfahrenen Litigator machen.
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