Investmentfonds und Asset-Management

Berater reüssieren mit komplexen Strukturen

Aufsichtsrechtliche Vorgaben bestimmen unvermindert die Beratung im Bereich Investmentfonds und Asset-Management. Die Eigenkapitalvorschriften für Versicherer geben inzwischen die Grundzüge der Strukturierung von Fonds mit vor, denn für deren Anbieter ist die Versicherungsbranche ein wichtiger Zielmarkt, und die Versicherer sind wegen des Nullzinsumfelds auf margenstarke Kapitalanlagen angewiesen. Zum Einsatz kommen deshalb auch komplexe Investitionsmodelle über Verbriefungen oder Schuldverschreibungen, mit denen die Unternehmen ihre Eigenkapitalquoten schonen.

Neue Kanzleien am Start

Besonders heiß schmieden derzeit Anbieter und Anleger an Investitionen in Liegenschaften und in Kredite. In diesen Boom legen Berater wie etwa Freshfields Bruckhaus Deringer ihren Schwerpunkt auf einnahmeträchtige Transaktionen. Das wirft die Frage auf, wie die Kanzlei die klassische Fondsberatung mit dem schrittweisen Rückzug eines der erfahrensten Partner weiterentwickelt. Zudem schafft der stark wachsende Markt auch Raum für neue Einheiten: Debevoise & Plimpton setzt in der Fondsberatung auf eine renommierte Aufsichtsrechtlerin, die zu der Kanzlei zurückkehrte. Einen kompletten Neustart wagte Schnittker Möllmann Partners, deren Geschäftsmodell strategisch sehr präzise auf Frühphasenbeteiligungen an technologieorientierten Unternehmen ausgerichtet ist.

Die folgenden Bewertungen behandeln Kanzleien, die insbesondere Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGen) beraten. Die Beratung reicht von der Gründung über die laufende Beratung, etwa zu Fondsauflage, -fusionen oder -konvertierungen und Kapitalanlagen, bis zu Auflösungen. Die steuerliche Fondsberatung ist regelmäßig bei Spezialisten des Steuerrechts angesiedelt. Weitere Informationen finden sich auch in den Kapiteln Versicherungsrecht und Kapitalanlegerklagen. Die Beratung zu Immobilienfonds ist zum Teil auch im Immobilien- und Baurecht erfasst.

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