Lebensmittelrecht

Branchenberater bleiben unter sich

Mit mehr als 170 Milliarden Euro Umsatz in knapp 6.000 Betrieben gehört die Ernährungsindustrie zu den zentralen Wirtschaftszweigen hierzulande. Hinzu kommt der Handel mit noch einmal etwa genauso starkem Umsatz. Beide bewegen sich in einem Minenfeld von Regulierung mit sich stetig ändernden Rahmenbedingungen, öffentlicher Kritik und Kontrolle – zuletzt etwa wegen Fiprinol in Eiern – und hartem Preiswettbewerb. Zuletzt trat 2017 noch die Lebensmittelinformations-DurchführungsVO in Kraft – mit neuen Sanktionierungen.

Die Landschaft der auf klassisches Lebensmittelrecht ausgerichteten Kanzleien ist hingegen fast ein Hort der Ruhe. Sie wird seit Langem von kleineren Einheiten geprägt. Neue Akteure wie Reinhart sind meist Spin-offs dieser Spezialkanzleien. Entsprechend schnell sind sie in der Lage, sich zu etablieren. Gleiches sollte auch der im Frühjahr 2018 entstandenen Einheit Cibus gelingen, eine Abspaltung von KWG Rechtsanwälte.

Große Kanzleien wie Noerr, Hogan Lovells u. Squire Patton Boggs definieren ihre Arbeit für die Branche meist breiter über fachliche Stärken wie IP-, Kartell- oder Vertriebsrecht und eben das klassische Lebensmittelrecht.

Die folgenden Bewertungen behandeln Kanzleien, die Lebensmittelhersteller und Handel in wettbewerbsrechtl. Prozessen vertreten oder zu Fragen der Kennzeichnung, Zusammensetzung und des Gesundheitsbezugs sowie zu behördlichen Beanstandungen beraten. Weitere Informationen finden sich auch in den Kapiteln Gesundheitswesen u. Marken- und Wettbewerbsrecht.

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