Presse- und Äußerungsrecht

Der lange Weg zum BGH lohnt sich für Verlage

Bei den Auseinandersetzungen zwischen Betroffenen, die sich medialer Negativschlagzeilen ausgesetzt sehen, und den Verlagen bleibt die Tendenz seit Jahren die gleiche: Instanzgerichte entscheiden in der Regel für die Betroffenen, doch sobald es zum BGH geht, besteht für die Verlage häufig eine reelle Chance, doch noch Erfolg zu haben – zuletzt so geschehen im Kontext von Fotoberichterstattung im Streit von Bauer gegen Wulff. Den langen Weg durch die Instanzen gehen zumeist nur noch die großen Verlagshäuser, die dabei auf ihre angestammten Berater vertrauen. Dazu zählen vor allem DLA Piper, KNPZ Rechtsanwälte oder Raue, unter anderem für Axel Springer. Burda bleibt SSB Söder Schwarz Berlinger treu. Doch auch Damm & Mann ist in den Verfahren häufig zu sehen. Zum Spezialthema entwickelt sich die Tenorierung bei Verdachtsberichterstattung. Auch hier urteilen die Gerichte meist gegen die Verlage. Mit Blick auf die neuen Datenschutzregeln trieb die Verlage vor allem das Presseprivileg um. In Zukunft wird dieses Spannungsfeld insbesondere beim Datenjournalismus eine wichtige Rolle spielen.

Daneben spielt die Musik vor allem in der Beratung von krisengeplagten Unternehmen, die sich häufiger bereits im Vorfeld einer Krise vorbereiten und dafür Anwälte an die Seite holen. Vor allem die klassischen Betroffenenkanzleien sind hier aktiv: Nesselhauf, Höcker, Schertz Bergmann. Mit der Neuaufstellung von Prinz Lüssmann Perten und Irion Dünnwald sortierte sich der Markt in Hamburg neu.

Die folgenden Bewertungen behandeln Kanzleien, die die Medienbranche oder von Berichterstattung betroffene Unternehmen beraten. Die jeweiligen Experten sind entsprechend ihrer Ausrichtung in separaten Übersichten dargestellt.

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