Telekommunikation

Neue Fragen nach der Liberalisierung

Seit der vollständigen Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes haben sich Abläufe und Mechanismen des Wettbewerbs etabliert. Die großen Verfahren sind abgeschlossen. Lediglich der Radiomarkt als Nachzügler erlebte erst kürzlich seine Liberalisierung, die zuletzt im aufsehenerregenden UKW-Radiofrequenz-Streit endete.

Neben dem laufenden Regulierungsgeschäft und dem Glasfasernetzausbau, der durch das DigiNetz-Gesetz eine neue Dynamik entwickelte, stehen die zahlreichen offenen Fragen der Einordnung neuer Telekommunikationsdienste im Fokus. Insbesondere im Bereich von Connected Car, Machine-to-Machine-Kommunikation oder OTT-Diensten ist der Beratungsbedarf groß. Branchenfremde Unternehmen, insbesondere aus der Industrie, sehen sich vor der Frage, wie die Maschinen, die miteinander kommunizieren, telekommunikationsrechtlich einzuordnen sind.

Beratermarkt hat sich angepasst

Der Beratermarkt hat sich auf die neuen Bedingungen des Telekommunikationsmarkts eingestellt. Parallel dazu stellen sich die unternehmensinternen Beraterteams immer spezialisierter rund um ihre spezifischen Verbreitungsfragen auf und wachsen beständig.

Das Beratungsgeschäft verlagert sich entsprechend. Drei strategische Ansätze kristallisieren sich inzwischen bei den Kanzleien heraus: kleine, spezialisierte Boutiquen, die sich auf die neueren Telekommunikationsmodelle konzentrieren, Regulierungsspezialisten, die ihre langjährige Erfahrung auf andere Branchen wie den Post- oder Energiemarkt übertragen, und Großkanzleien, die die telekommunikationsrechtliche Beratung vor allem als Annex größerer Beratungskomplexe, etwa mit Bezug zu Kartell-, Medien- oder IT-Recht, begreifen.

Die folgenden Bewertungen behandeln Kanzleien, die die Telekommunikationsbranche in unterschiedlichen Rechtsgebieten beraten. Dazu gehört die Vertretung in Regulierungsverfahren, aber auch die Begleitung bei Transaktionen und bei der Vertragsgestaltung.

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