Noch viel Potenzial

Eine Idee von den möglichen Umwälzungen gibt eine Auswertung des amerikanischen Legal-Tech-Unternehmens LawGeex. Sie ergab, dass die fünf Konzerne JPMorgan, Telstra, NetApp, Discover und AIG zusammen im Jahr über 500.000 externe Anwaltsstunden einsparten, indem sie technische Hilfsmittel einsetzten. Legt man konservativ deutsche Stundensätze zugrunde, entspricht dies grob geschätzt einer Summe von 150 Millionen Euro. Die deutsche Software AG allein sparte nach eigener Aussage mit ihrem eigens entwickelten External Legal Manager drei Millionen Euro Mandatierungskosten.

Doch insgesamt erscheint Deutschland trotz der regen Legal Tech Szene in Berlin und Frankfurt noch unterentwickelt. Die Technik-Euphorie mancher Juristen wurde nicht zuletzt durch das Fiasko rund um das elektronische Anwaltspostfach beA gedämpft. Und auch dass die Rechtsanwaltskammer Berlin gegen einige Mietrechts-Start-ups rechtlich vorgeht, fördert nicht gerade den Gründergeist.

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