BARDEHLE PAGENBERG

Patentprozesse/Patentanwälte★★★★★

Patentprozesse/Rechtsanwälte★★★★★

Bewertung: Die gemischte IP-Kanzlei zählt bei Patentprozessen u. in der Patent-Prosecution gleichermaßen zu den Marktführern. Diese Position bestätigte sie durch ein äußerst erfolgr. Jahr. Dabei ist sie bei streitigen Auseinandersetzungen deutl. internat. ausgerichtet als die meisten dt. IP-Boutiquen. Ledigl. Hoyng ROKH Monegier ist ihr wegen ihrer konsequenteren Zusammenarbeit der internat. Büros eine Nasenlänge voraus. Die Bardehle-Anwälte sind etwas seltener zusammen mit den Anwälten ihrer Büros in Paris oder Verona in Mandaten zu sehen. Bardehles Erfolgsbasis sind dafür viele internat. Mandanten, die sie v.a. in Prozessen vertritt. Trad. hat Bardehle in den USA einen exzellenten Ruf. US-Konzerne, v.a. aus der Halbleiter- u. Mobilfunkindustrie, mandatieren die Patentanwälte auch für Patent-Prosecution intensiv. In Prozessen schaffte Bardehle insbes. bei Mobilfunkklagen mit ihrem gemischten Teamansatz problemlos den Spagat zw. der Vertretung von Patentverwertern wie Intellectual Ventures (IV) u. Industrieunternehmen wie Microsoft. Besonders präsent war die Kanzlei zuletzt in wichtigen Klagen um Connected-Cars-Patente: zunächst für Nvidia als Streithelferin der VW-Gruppe, wenig später in der ersten Reihe für BMW (beide gg. Broadcom). Für Nintendo bzw. BlackBerry führte sie eine wichtige Klage um Computerchips. Dass Bardehle für den Patentverwerter IV in der wohl umfangreichsten Klageserie in Europa seit 2 Jahren bislang noch keinen entscheidenden Erfolg erzielte, wurde v.a. von Wettbewerbern negativ kommentiert. Immerhin übertrug die Kanzlei das Mandat auf ihr Pariser Büro. Die Massenklage für IV verschleiert ein wenig, wie breit das Prozessteam aufgestellt ist u. wie häufig es v.a. im vergangenen Jahr auf Industrieseite tätig war. Dazu trug auch der ehem. Freshfields-Partner Chrocziel bei, der gute Beziehungen zu Audi u. Microsoft sowie Mandate von Hewlett Packard mitbrachte. Zudem verbreiterte Bardehle ihr zuvor schwaches Engagement im Gesundheitssektor durch die Vertretung von Amgen um Praluent u. 10X Genomics um mikrofluide Chips. inzwischen vertritt sie ebenfalls zahlr. Medizinproduktehersteller sowie einen jap. Pharmahersteller.
Stärken: Patent-Prosecution u. gemischte Prozesspraxis v.a. für Mobilfunk- u. Softwarepatente. Starke europäische Präsenz u. exzellente US-Kontakte.
Oft empfohlen: Johannes Heselberger, Prof. Dr. Tilman Müller-Stoy („sehr fokussiert, ist in der Lage, alle Register des Prozessrechts zu ziehen“, Wettbewerber), Prof. Dr. Peter Chrocziel; Patentanwälte: Dr. Christof Karl („absolut empfehlenswert“, Mandant), Johannes Lang
Team: 28 Patent-, 16 Rechtsanwälte
Schwerpunkte: Umfangr. Tätigkeit in Marken u. Wettbewerb sowie bei techn. Schutzrechten. Anmeldungen mit breitem techn. Spektrum. Viele Prozesse, Prozesskoordination u. strateg. Beratung zu Lizenzen sowie Kartellrecht.
Mandate: Prozesse: Intellectual Ventures gg. DTAG, Telefónica u. Vodafone; BlackBerry gg. Nokia; Microsoft gg. Philips (alle um Mobilfunk); Nvidia bzw. BMW gg. Broadcom (beide um Connected Cars); Nintendo gg. Broadcom um Chip-Technologie; 10X Genomics gg. Bio-Read um mikrofluide Chips; Amgen gg. Regeneron/Sanofi um Praluent; SK Hynix u. Hewlett Packard gg. Netlist um JEDEC-Standard; Adidas um Sportschuhe. Prosecution: Anmeldungen u. Einsprüche für Adidas, Apple, Dell, Jaguar Land Rover, JTI, Kuka, Nintendo, Qualcomm, Wago. Beratung: Audi zu FuE-Verträgen u. Lizenzen, VW zu FuE-Verträgen; Juno Therapeutics zu Lizenzen.
  • Teilen