Oppenhoff & Partner

Nationaler Überblick Top 50★★☆☆☆

Bewertung: Die Entwicklung der Kölner Traditionskanzlei misst sich u.a. an einem gelungenen Generationswechsel. Noch vor wenigen Jahren war die Außenwahrnehmung von O&P von ihren Senior-Partnern geprägt, die die Kanzlei zu einer bedeutenden Adresse machten. Doch immer lauter wurden die Stimmen inner- u. außerhalb der Kanzlei, die eine kulturelle u. personelle Erneuerung forderten. Die Ernennung von Dr. Gilbert Wurth zum Senior-Partner hat diesen Prozess nun deutl. beschleunigt. So tritt eine Gruppe jüngerer Partner immer mehr in den Vordergrund, die sich freigeschwommen hat u. im Markt Präsenz zeigt. Der Ruf der Kanzlei als starke Akteurin in der grenzüberschreitenden Inbound-Arbeit hat sich inzwischen eher noch verstärkt – u.a. haben einige junge Partner eigenes Geschäft mit Italien- u. Balkanbezug aufgebaut. Zugleich ist Myriam Schilling mit div. Mid-Cap-Deals für Siemens eine Vorreiterin der starken Entwicklung der Corporate-Praxis. Dr. Peter Etzbach hat zudem den Mandantenstamm im Versicherungssektor ausgebaut. Das Arbeitsrechtsteam um Wurth hat 3 jüngere Partner mit eigenständ. Geschäft an der Schnittstelle zu Restrukturierungen hervorgebracht. Die IT- u. Datenschutzpraxis um Dr. Jürgen Hartung und Dr. Marc Hilber ist zum Türöffner für andere Praxisgruppen geworden u. arbeitet eng mit der florierenden Compliance-Praxis zusammen, die sich ebenfalls als Multiplikator für die gesamte Kanzlei erwiesen hat.
Das Frankfurter Büro erhielt vor zwei Jahren durch den Eintritt von Dr. Markus Rasner und Till Liebau neuen Schwung und hat sich zu einem erfolgreichen Teil der Corporate-Praxis entwickelt, insbes. in der klass. Oppenhoff-Domäne im grenzüberschr. M&A mit Asien- u. US-Bezug. Die Integration des Frankfurter Büros in die Kanzlei als Ganzes war bis vor Kurzem eher dem Zufall überlassen, doch das Wachstum hat den Standort zu einem integralen Bestandteil des operativen Geschäfts gemacht.
Der kulturelle Wandel zeigt sich auch am deutlich intensiveren Cross-Selling durch die teamorientiertere jüngere Generation. Das macht auch den Aufbau des im Vorjahr eröffneten Hamburger Büros zu einer kalkulierbaren Angelegenheit – die Kanzlei scheint ihre Lektion in Frankfurt gelernt zu haben. Die Rekrutierung eines erfahrenen Beraters im Kernbereich Rüstungsindustrie sowie einer weiteren IT-Rechtlerin von Thyssenkrupp waren ein Zeichen dafür, dass sich das Wachstum der Kanzlei nicht verlangsamt.
JUVE Kanzlei des Jahres im: Westen.
Siehe auch: Köln.
Anwälte in Deutschland: 75
Internat. Einbindung: Enge internat. Kontakte zu befreundeten Kanzleien, die in ihren jew. Ländern zu den führenden unabhängigen Einheiten gehören. Bewusste Entscheidung gg. ein Best-Friend-Prinzip oder Einbindung in ein festes Netzwerk.
Entwicklung: Eine wichtige Phase der Weiterentwicklung von O&P ist geschafft. Mit dem Corporate-Doyen Dr. Georg Maier-Reimer hat die Kanzlei einen der angesehensten Gesellschaftsrechtler im Markt in ihren Reihen, mit besonders guten Verbindungen zu Familienunternehmen. Inzwischen zeigt sich, dass mit der wachsenden Statur u. Reife anderer Corporate-Partner, allen voran Dr. Harald Gesell, diese großen Fußstapfen gefüllt werden können: Sie beraten Eignerfamilien u. Ankeraktionäre bei großen Unternehmen. Hier gäbe es z.B. Anknüpfungen für das Hamburger Büro, dafür allerdings wären weitere Quereinsteiger notwendig. Die Kanzlei hat inzwischen feste Prozesse zur Integration neuer Partner eingeführt. Das ermutigt das Management, auch über weitere Expansionsschritte nachzudenken. Über kurz oder lang dürfte sich damit auch die Frage nach weiteren Standorten stellen, z.B. in München.
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