MENOLD BEZLER

Nationaler Überblick Top 50★☆☆☆☆

Bewertung: Mit einigen Großmandaten spielt MB in der Riege der Stuttgarter Mittelstandskanzleien eine besondere Rolle. So steuerte sie das Insolvenzverfahren über die Filialen der Modekette Miller & Monroe u. verhandelte den Verkauf von HKR Seuffer Automotive an ein dt.-korean. Bieterkonsortium. Sie vertritt zudem VW weiträumig in Baden-Württemb. gegen Kundenklagen. Damit profitiert sie – wie auch andere Mittelstandsberater – von dem umfangreichen prozessualen Management, das mit der Bewältigung der sog. Dieselaffäre einhergeht. Auch Menolds öffentl.-rechtl. Praxis macht über die Region hinaus von sich reden: Das erfahrene Team berät ein Bundesministerium zur Realisierung eines neuen Forschungsschiffs u. gewann ein weiteres auf Bundesebene zur Instandsetzung einer Schleuse im lfd. Betrieb.
Es ist bemerkenswert, wie zügig sich die Kanzlei von dem massiven personellen Einschnitt des Vorjahrs erholen konnte, als sie immerhin ein Zehntel ihres Teams an eine MDP-Wettbewerberin verlor. Den Wiederausbau ging sie mit dem Zugang eines IT-Rechtlers, zweier Gesellschaftsrechtler als Quereinsteiger u. der Einstellung von gleich 6 Associates entschlossen an. Mit flexiblen Karrieremodellen u. der Option zur 40-Stunden-Woche hat sich MB im engen Stuttgarter Markt zu einer attraktiven Arbeitgeberin entwickelt. Regelm. loben junge Anwälte Atmosphäre und Arbeitszeiten. Nachdem sie Fusionsavancen größerer Wettbewerber ablehnte, hat sie nun ihren eigenen Weg gefunden: Sie ging eine Kooperation mit der renommierten Stuttgarter WP- u. Steuerberatungsgesellschaft BHP ein. Dass dies bei den Mandanten ankommt, zeigten zahlr. gegenseitige Verweismandate. Das Potenzial ist aber bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.
Siehe auch: Stuttgart.
Anwälte in Deutschland: 97
Internat. Einbindung: Unabhängige deutsche Kanzlei mit exklusiver Kooperationsbeziehung zu Valoris in Frankreich.
Entwicklung: Die engere Zusammenarbeit mit BHP ermöglicht eine multidisziplinäre Herangehensweise, die sie früher in der WP-nahen Sozietät EY Law Luther Menold auch gepflegt hatte. Allerdings beginnt diese Zusammenarbeit unter ganz anderen Vorzeichen, denn MB ist die größere Einheit von beiden. Wenn sie sich nun in den direkten Wettbewerb mit den MDP- und WP-Größen vor Ort begibt, wird sie noch mehr darauf achten müssen, dass die guten Entfaltungsmöglichkeiten u. die Stimmung innerh. der Kanzlei erhalten bleiben. Andererseits kann MB diese Dynamik nutzen, um den gezielten Personalausbau fortzusetzen. Dass sie Quereinsteigern ggf. auch mit zusätzlichem Associate-Recruitment unter die Arme greift, spricht sich jedenfalls schon herum: Von der Wettbewerberin Thümmel Schütze gewann sie einen der Co-Managing-Partner und plant mit ihm, eine D&O-Praxis aufzubauen – das wäre eine weitere, sehr konsequente Verbreiterung ihres Geschäfts.
Bitte beachten Sie auch das Kanzleiporträt:
Menold Bezler Rechtsanwälte Partnerschaft mbB70469 Stuttgart
Zum Porträt
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