Kapellmann und Partner

Nationaler Überblick Top 50★☆☆☆☆

Bewertung: Kernkompetenz der Kanzlei ist und bleibt das Baurecht, mit tiefen und differenzierten Spezialkenntnissen und viel Gespür für Trends dominiert sie den Markt. Gefragt ist sie v.a. bei komplexen Bauvorhaben wie etwa dem Frankfurter Großprojekt ‚The Four‘, bei dem KuP dem Projektentwickler zur Seite steht. Sie versteht es auch, neue Entwicklungen konsequent zu begleiten. So gehört sie zu den wenigen Kanzleien, die das digitale Verfahren BIM in der Planungsphase von Bauvorhaben regelm. verwenden, etwa bei einer Reihe von Krankenhausbauten.
Zielstrebig arbeitet KuP schon seit Jahren daran, aus ihrer traditionellen Stärke heraus andere Fachbereiche auf- u. auszubauen – mit Erfolg. Die Zusammenarbeit zwischen Bau- und Vergaberechtlern ist seit Langem gelebte Realität, und allmählich gelingt es, die Mandanten aus dem Bausektor davon zu überzeugen, auch bei anderen Rechtsfragen auf die Kanzlei zu vertrauen. Lange agierte etwa die Compliance-Praxis nahezu als Solitär in der Kanzlei, war erfolgreich, aber kaum für Unternehmen aus dem Bausektor tätig. Nun ist die kartell- u. wirtschaftsstrafrechtl. Kompetenz von KuP aber auch bei der Kernklientel gefragt. Auch die Corporate-Praxis, die jahrelang eine breit gefächerte Mandantschaft gerade abseits des Bau- und Immobiliensektors bediente, ist nun in dieser Branche präsenter geworden. Das Infrastrukturteam wiederum bündelt unter anderem Bau- und Regulierungskompetenz und steht dem BMVerkehr bei der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie für den Bundesinfrastrukturbau zur Seite. Dass die Neuordnung und engere Kooperation die Kanzlei auch für ausländische Mandanten attraktiv macht, zeigt die erstmalige Mandatierung durch die englischen Fonds Freo Group u. Tristan Capitals bei einer Transaktion.
Besondere Stärken: Immo/Bau.
Empfohlen für: Beihilfe; Compliance; Gesellsch.recht; Kartellrecht; M&A; Vergabe; Verkehr.
Siehe auch: Düsseldorf; Brüssel.
Anwälte in Deutschland: 136
Internat. Einbindung: Lose, aber etablierte Kontakte zu Partnerkanzleien im Ausland; eigenes Büro in Brüssel.
Entwicklung: KuP tut viel dafür, jüngere Anwälte stärker in den Vordergrund zu rücken. Während dies in den Praxen jenseits des Baurechts recht problemlos funktioniert, gelingt dies ausgerechnet im klassischen Kerngebiet der Kanzlei weniger gut – zu prominent sind die älteren Partner, zu schmal die Riege der wirklich etablierten jüngeren Baurechtler. Doch inzwischen geht die Kanzlei diese Problematik gezielt an, etwa mit der 2018 formal etablierten Möglichkeit für junge Anwälte, dauerhaft Salary-Partner zu bleiben. Im Zusammenspiel mit dem Aufbau branchenspezifischer Teams soll dies jungen Anwälten frühzeitig zu mehr Präsenz im Markt verhelfen. Dass sich KuP viel von dieser Entscheidung verspricht, zeigt die Ernennungsoffensive, mit der sie den Markt zum Jahreswechsel überraschte: Neben zwei Equity-Partnern berief das Management nicht weniger als 13 assoziierte Partner, 4 von ihnen aus dem Baurecht. Auch die Einrichtung eines Kompetenzteams für Start-ups soll v.a. jüngeren Corporate-Partnern in Zukunft die Chance bieten, sich zu profilieren. Da die Musik in diesem Geschäft aber vorrangig in Berlin spielt, wäre langfristig die Stärkung des Berliner Büros unumgänglich.
Bitte beachten Sie auch das Kanzleiporträt:
Kapellmann und Partner10178 Berlin
Zum Porträt
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