Eversheds Sutherland

Nationaler Überblick Top 50★★☆☆☆

Bewertung: Wenn die Kanzlei sich konsequenter denn je internat. als Beraterin globaler Großkonzerne positioniert, gehören die deutschen Büros nicht zu den Statisten: Immer öfter steuern die dt. Partner selbst internat. Projekte und halten den Kontakt zu den maßgebl. Entscheidern in den Mandantenunternehmen, so etwa bei Sky Deutschland, Tenneco oder Knorr-Bremse. Solche Erfolge tragen dazu bei, dass die Zeichen in Deutschland weiter auf Wachstum stehen, nicht nur hinsichtlich der Personalzahl, sondern auch mit Blick auf die Beratungspalette. In Kernbereichen wie Gesellschafts-, Arbeits- oder Vertriebsrecht ist die Kanzlei heute breiter aufgestellt als je zuvor. Während der noch junge Düsseldorfer Standort mit mehreren Quereinsteigern, z.B. von Clifford Chance und Taylor Wessing, in zentralen Bereichen wie Gesellschaft- und Steuerrecht wuchs, hat die in den Vorjahren aufgebaute Kombination aus Immobilien-, Finanzierungs- und Fondskompetenz – z.B. in Hamburg und Luxemburg – bereits dazu geführt, dass immer häufiger auch Asset-Manager und Finanzinvestoren wie z.B. Corestate u. Real I.S. auf die Kanzlei setzen.
Ebenso wie den ähnlich expansiven Wettbewerbern Dentons oder Pinsent Masons ist Eversheds eine umfassende anwaltl. Beratungspalette hierzulande wichtig. Für das Ziel einer besseren Einbettung in das internat. Netzwerk ist es förderlich, dass die Kanzlei sich auch international zunehmend entlang von Branchenschwerpunkten organisiert. Die Bedeutung der Deutschen hierbei zeigt sich u.a. daran, dass der dt. Managing-Partner Dr. Matthias Heisse inzwischen sogar der weltweiten Branchengruppe ‚Diversified Industries‘ vorsteht. Zugleich macht Eversheds als eine der ersten Kanzleien ernst mit der Selbsttransformation in ein Dienstleistungsunternehmen, das sich nicht auf anwaltl. Beratung beschränkt, dabei auf Effizienz getrimmt ist u. Standardaufgaben zu geringeren Kosten anbieten kann als heute. Dass sie dies in ihrem brit. Heimatmarkt schon jetzt mit einer separaten Servicegesellschaft abdeckt, die in den kommenden Jahren massiv wachsen soll, lässt sich zwar nur begrenzt auf den berufsrechtlich anders regulierten dt. Markt übertragen, es zeigt aber die Richtung an, in die sich die Kanzlei insgesamt entwickelt.
Empfohlen für: Arbeit; Gesellsch.recht; Handel u. Haftung; Immo/Bau; M&A; Vertrieb.
Siehe auch: München.
Anwälte in Deutschland: 141
Internat. Einbindung: Die dt. Büros sind vollintegrierter Teil der internat. Kanzlei, die außer in ihren Heimatmärkten GB u. USA auch in Frankreich, Luxemburg, Osteuropa, Russland u. Nahost präsent ist. Alle übrigen Büros gehören dem internat. ES-Netzwerk an, wirtschaften aber eigenständig.
Entwicklung: Mehr und mehr kommt in der dt. Praxis die junge Partnergeneration in die Verantwortung. Von ihrem Agieren wird abhängen, wie sich die Zukunft der Kanzlei in Deutschland gestaltet. Die globale Eversheds-Strategie lässt Raum für mehrere Möglichkeiten: Einerseits kann die deutsche Praxis stärker als bisher zum Aushängeschild für ES werden, wenn es gelingt, engere Verbindungen zu deutschen Konzernen zu knüpfen und häufiger die Federführung bei anspruchsvollen Großprojekten zu übernehmen. Kontakte zu Unternehmen wie Knorr-Bremse oder einem Autohersteller deuten schon jetzt in diese Richtung, und auch der Industriestandort Düsseldorf bietet weiteres Potenzial. Andererseits ist auch die Strategie der internat. Kanzlei, durch Kosteneffizienz eine attraktive Alternative für Konzerne zu werden, für die dt. Büros vielversprechend. Die Kunst wird darin bestehen, entstehende Skaleneffekte auch in Deutschland möglichst voll zu nutzen und gleichzeitig die Qualität der Mandate immer etwas stärker zu steigern als die Quantität.
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