SKW Schwarz

Nationaler Überblick Top 50★☆☆☆☆

Bewertung: Ihr klarer Beratungszuschnitt auf digitale Themen verschafft SKW aktuell eine herausgehobene Stellung im Markt. Das Tempo der digitalen Entwicklung scheint dabei auch auf sie selbst abzufärben: Lange eher lose bis gar nicht zentral gesteuert, hat SKW sich inzwischen eine neue Managementstruktur verordnet, in der neben Partner Stefan Schicker ein ehemaliger Unternehmensberater als COO verantwortlich zeichnet. Damit ist SKW eine der ersten Kanzleien, die einen Nichtjuristen unmittelbar ins Management beruft und nicht einem Partner unter- oder zuordnet. Und sie geht in ihrem unternehmerischen Ansatz noch weiter: So gründete sie eine Tochtergesellschaft zur Entwicklung von Legal-Tech-Tools. Diese sollen der Beratungsarbeit selbst zugutekommen, zugleich aber auch ein neues Geschäftsfeld eröffnen. SKW hat auch die Anwaltsriege in ihren starken Praxen erweitert. Zu einer Reihe von Partner- und Counsel-Ernennungen gesellten sich insgesamt 5 Quereinsteiger. So verstärken Götz Schneider-Rothhaar die Frankfurter Medienpraxis und Dr. Martin Böttger die Münchner Corporate-Praxis. Letzterer kam von Fieldfisher und bringt Erfahrung in Private Equity und Venture Capital mit. Damit kann SKW ihre Beratung bei Transaktionen im Medien- und Technologiebereich weiter voranbringen. Schon jetzt beeindruckte sie mit der Beteiligung an einem der größten Mediendeals und beriet die Filmproduktionsfirma Wiedemann & Berg, als US Investor KKR diese aufkaufte. Die in diesem Deal eingesetzte Kompetenz kommt auch bei Mandanten wie Microsoft im Datenschutz oder der Commerzbank im IT-Recht zum Tragen.
Dass das Team auch in der Lage ist außerhalb der Medienbranche Mandate zu stemmen, zeigte ein Team um Dr. Stephan Morsch bei der Gründung eines Joint Ventures für die Werkzeugherstellerin ETAS mit National Instruments. Im Small- u. Mid-Cap-Bereich ist SKW insbes. am Münchner Standort in der Lage, Transaktionen vollständig abzudecken. Indem sie ihre personelle Schlagkraft gestärkt hat und große Schritte durch ihre Legal-Tech-GmbH geht, zeigt SKW die stringente Verfolgung ihrer Strategie hin zu einer Markführerposition in digitalen Themen.
JUVE Kanzlei des Jahres in: Vertriebssysteme.
Siehe auch: Frankfurt; München.
Anwälte in Deutschland: 136
Internat. Einbindung: Mitglied in diversen Kanzleivereinigungen, darunter Terralex und PLG International Lawyers. Zudem kooperiert sie mit ausgewählten Partnerkanzleien, u.a. in Frankreich.
Entwicklung: Mit der personellen Erweiterung und eigenen IT-Initiativen hat das Management zentrale Impulse gesetzt, um SKW noch konsequenter in ihren Kernbranchen zu positionieren. Nur wenige Kanzleien sind auch strukturell so nah an den Mandanten, die sie beraten. Die große Herausforderung ist es, diese Strukturen im Arbeitsalltag zu festigen und die Legal-Tech-Anwendungen einzubinden, kontinuierlich weiterzuentwickeln und auch im Interesse der Mandantschaft einzusetzen. Das wäre die Voraussetzung, um ihr Potenzial auszuspielen und größere und komplexere Mandate zu beackern. Junge Partner hätten damit die Möglichkeit ihr eigenes Geschäft zu entwickeln und damit Entwicklung strategisch voranzutreiben. SKW hat es geschafft von z.T. sehr namh. Mandanten wie Netflix, Microsoft oder der Commerzbank als Alternative zu Großkanzleien gesehen zu werden. Sich noch stärker in technologiebezogenen Transaktionen zu positionieren, wäre für die Corporate-Praxis ein nächster logischer Schritt.
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