Dieselskandal hält Markt in Niedersachsen in Atem

Für den niedersächsischen Markt bleibt die Dieselkrise bei VW sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich das dominierende Thema: Neben der weiterhin virulenten Aufarbeitung des Skandals aufseiten des Autobauers sind nunmehr auch die ersten Musterfeststellungsklagen zum Thema bei Gericht, und die Krise für den Automobilriesen ist noch längst nicht ausgestanden.

In dieser Situation stechen derzeit vor allem zwei niedersächsische Kanzleien hervor: die Hannoveraner Büros von Luther und Göhmann. Erstere ist als eine der Kanzleien, die an der Aufarbeitung des Skandals mitarbeiten, bestens beschäftigt.

Letztere vertritt derzeit aufseiten der VW Bank die Musterfeststellungsklage und verteidigt sie gegen zahlreiche Verbraucherklagen. Der Weggang des in Hannover federführenden Partners bei Göhmann in diesem Mandat bedeutete allerdings einen herben Rückschlag. Dass er ausgerechnet zu der bislang in der Region wenig prominenten KPMG Law wechselte, sorgte im Markt für viel Aufsehen.

Viele Small- und Mid-Cap-Deals

Allerdings wird der Rechtsberatungsarm der Big-Four-Gesellschaft durch den Zugang allein noch nicht zum relevanten Player in Niedersachsen – in dieser Kategorie hat weiterhin Deloitte Legal die Nase vorn. Sie ist auch deshalb weiterhin einer der Platzhirsche vor Ort, weil die Konkurrenz mit anderen Themen beschäftigt ist: Während die Braunschweiger Kanzlei Appelhagen unter anderem mit dem Weggang ihres Managing-Partners beschäftigt war, setzten andere regionale Schwergewichte wie KSB Intax auf das weiterhin lebhafte M&A-Geschäft im Small- und Mid-Cap-Segment.

  • Teilen